Stadt kauft ehemalige Sparkasse und Pflegeheim in der Ludwig-Zorn-Straße

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten zur weiteren Entwicklung der Innenstadt

Pflegeheim Seniorenstift

ehemalige Sparkasse

ehemalige Sparkasse

Die Stadt Eppingen hat von der Seniorenstift Eppingen GmbH & Co. KG das alte Sparkassengebäude und das ehemalige Pflegeheim in der Ludwig-Zorn-Straße erworben. „Die Flächen stellen eine einmalige Chance zur weiteren Entwicklung und Stärkung der Eppinger Innenstadt dar“, betont Oberbürgermeister Klaus Holaschke. Auf den erworbenen Grundstücken sind generell Nutzungen für soziale oder kulturelle Einrichtungen sowie für Verwaltungs-, Dienstleistungs- und Wohnzwecke vorstellbar. „Vom betreuten Wohnen, als Seniorentreff, über Stadtbücherei, Stadtarchiv, Volkshochschule oder Verwaltungsflächen ist in den Bestandsgebäuden vieles denkbar“, verdeutlicht das Stadtoberhaupt. Das ehemalige Sparkassengebäude stand seit nahezu 30 Jahren weitgehend leer. Das Gebäude in der Ludwig-Zorn-Straße 6 wurde bis Anfang des Jahres als Seniorenheim genutzt. Je nach Nutzungsart müssen Grundrissanpassungen und Brandschutzmaßnahmen erfolgen.

„Die Gebäude und Flächen hatten wir seit geraumer Zeit im Fokus der Betrachtung für unsere städtebauliche Entwicklung“, nennt Holaschke als Motivation, konkret in die Erwerbsverhandlungen einzutreten. Vorausgegangen war die Entscheidung des Unternehmens, das Pflegeheim nicht weiter zu betreiben. Einstimmig hat der Gemeinderat dem Kauf des gesamten Areals an der Ecke Kaiserstraße/ Ludwig-Zorn-Straße zugestimmt. Im Juni wurde der notarielle Kaufvertrag abgeschlossen. Die beiden Grundstücke sind rund 32 Ar groß. Die gesamte Nutzfläche der Gebäude beträgt 3.137 Quadratmeter. Die Flächen gelten als prädestiniertes Areal für die Entwicklung der Innenstadt und wurden zwischenzeitlich in das Sanierungsgebiet „Innenstadt“ einbezogen. Dadurch erhält die Stadt Sanierungsmittel für den Grunderwerb. Für die spätere Umnutzung und die Renovierung der Gebäude möchte die Stadt Förderprogramme des Bundes und des Landes anwenden. Hier sind insbesondere soziale Infrastrukturmaßnahmen förderfähig. Die Ziele des Programms sind die Sanierung und der Ausbau von Gemeindebedarfs- und Folgeeinrichtungen. Dabei werden auch die Potentiale der Immobilien im Kesselhaus und im Schwanengebäude betrachtet. „Im Hinblick auf den Umbau des Schwanens drängt die Zeit“, betont Holaschke. Denn das ehemalige Gasthaus soll während der Gartenschau 2021 als Treffpunkt Baden-Württemberg Drehscheibe und Bindeglied zwischen dem Weg entlang der Elsenz und dem Kleinbrückentorplatz und Bürgerpark-Areal werden. Und das zweigeschossige, leerstehende Kesselhaus mit Schornstein bietet unmittelbar neben dem Parkhaus gelegen ebenfalls enormes Entwicklungspotential. „Mit den zur Verfügung stehenden Flächen haben wir eine sehr komfortable Ausgangssituation“, verweist das Stadtoberhaupt auf die große Chance für eine nachhaltige Entwicklung mit langfristiger Perspektive. Bis Herbst soll das Nutzungskonzept für das gesamte Areal gemeinsam mit dem Gemeinderat entwickelt werden. Dann geht es an die Umsetzung – aber Schritt für Schritt entsprechend unseren finanziellen Möglichkeiten“, wie OB Holaschke hervorhebt.

 

Internetveröffentlichung: 03.07.2018

Dienstag, 3. Juli 2018 15.51 Uhr