Sprudelnde Einnahmen und steigende Fixkosten

40 Interessierte bei der Einwohnerversammlung im Sportheim Adelshofen

Die vierte Station in der Reihe der Einwohnerversammlungen machte Halt im Vereinsheim des Sportvereins Adelshofen. 40 Bürgerinnen und Bürger, darunter einige Mitglieder des Gemeinderates und der vollzählige Ortschaftsrat, waren der Einladung gefolgt und informierten sich über aktuelle Entwicklungen der Gesamtstadt und des Stadtteils. Ortsvorsteher Gunter Seitz, Oberbürgermeister Klaus Holaschke, Bürgermeister Peter Thalmann und die Geschäftsbereichsleiter im Rathaus berichteten vor allem über Themen des kleinsten Eppinger Ortsteils. Adelshofen verzeichnet ein stetiges Wachstum auf aktuell 1.489 Einwohner. Knapp werden die Kindergartenplätze Anfang 2019. „Wir untersuchen derzeit verschiedene Optionen für die Einrichtung einer Kleingruppe bis hin zu einer mobilen Containerlösung“, versprach Oberbürgermeister Holaschke, dass die Kinderbetreuung vor Ort Priorität habe. Sein Dank galt allen ehrenamtlich Tätigen für ihr Engagement beispielsweise bei der Flüchtlingshilfe. Mit rund 58 Euro pro Einwohner weist die Stadt Ende 2017 die niedrigste Verschuldung in ihrer Geschichte auf. Auch der „Konzern Stadt Eppingen“ mit den Eigenbetrieben Stadtentwässerung, Energie- und Verkehrsbetriebe sowie Gartenschau liegt mit 733 Euro pro Kopf weit unter dem Landesdurchschnitt von über 1.000 Euro. Die Breitbandversorgung in Adelshofen verbessert die Telekom frühestens Mitte 2019, wenn die siebenjährige Regulierungsfrist für abgelaufen ist. „Leider wächst diese Aufgabe der Daseinsvorsorge, für die eigentlich der Staat zuständig ist, immer mehr den Kommunen zu“, sagte Holaschke mit Blick auf die erheblichen städtischen Investitionen für die Digitalisierung. In einem Rückblick auf Projekte der letzten Jahre ging Bürgermeister Peter Thalmann auf die Erweiterung des städtischen Kindergartens mit dem Anbau eines Schlafraums und der Neugestaltung des Außenbereichs und verschiedene Unterhaltungsmaßnahmen an der Grundschule ein. Im Friedhof wurden neue Grabfelder angelegt und der Hauptweg erneuert. 2019 stehen die Befestigung des Parkplatzes und die Ertüchtigung des Verbindungsweges vom Friedhof zur Hilsbacher Straße sowie ein neuer Holzzaun auf der Agenda. Die städtischen Bauplätze im Baugebiet „Alter Richener Weg“ gingen „weg wie warme Semmeln“. Die Stadt setzt in enger Abstimmung mit dem Ortschaftsrat auf innerörtliche Potentialflächen in Adelshofen. „Derzeit erleben wir einen Bauboom, die Nachfrage nach Bauflächen können kaum noch befriedigt werden“, führte Bürgermeister Thalmann vor Augen. Was die Ausweisung von Wohnbau- und Gewerbeflächen in Adelshofen angeht, soll in 2019 das erforderliche Planungsrecht geschaffen werden. Kaum Handlungsspielraum hat die Stadt bei Landesstraßen. „Der Bau und die Unterhaltung der Landesstraßen stellt eine regelrechte Mangelverwaltung dar“, brachte OB Holaschke das Hauptproblem auf den Punkt. Auch was verkehrsregelnde Maßnahmen wie eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h für die Ortsdurchfahrt anbelangt, muss sich Eppingen die Genehmigung des Landes und der Polizei einholen. Das Verkehrsaufkommen einschließlich Schwerlastanteil und die Sicherheitsmängel rechtfertigen derzeit keine Begrenzung auf Tempo 30 in der Hilsbacher Straße. Das Land führt aktuell Lärmberechnungen durch, die Ergebnisse stehen noch aus. Auch die L552 Richtung Adelshofen und Elsenz weist erhebliche Straßenschäden auf und benötigt eine Grundsanierung. „Wir werden dies immer wieder beim Land in Erinnerung rufen“, regte OB Holaschke an, dass auch die Bürgerschaft auf die Mandatsträger einwirkt. 

Dienstag, 2. Oktober 2018 10.21 Uhr