Mühlbacher Straße in Eppingen offiziell freigegeben

Wichtiger Baustein für die Innenstadtentwicklung für 1,5 Millionen Euro

Mit einem symbolischen Scherenschnitt durch das Absperrband wurde die Mühlbacher Straße in Eppingen nach achtmonatiger Bauzeit offiziell für den Verkehr freigegeben.

Am Montag, 15. Oktober haben Oberbürgermeister Klaus Holaschke und Bürgermeister Peter Thalmann bei einer Eröffnungsfeier mit rund 150 Bürgerinnen und Bürgern die Mühlbacher Straße in Eppingen offiziell für den Verkehr freigegeben. „Ein wichtiger Baustein für unsere Innenstadtentwicklung und ein Ereignis, auf das wir sehr lange hingearbeitet haben“, betonte Oberbürgermeister Holaschke. Die heutige Feierstunde sei weitaus mehr als eine Straße und zwei Kreisverkehre, die heute übergeben werden. Für rund 1,5 Millionen Euro wurde die Hauptverkehrsachse saniert und umgestaltet. „Auf den heutigen Tag haben viele Einwohner gewartet“, rief das Stadtoberhaupt die lange Vorgeschichte in Erinnerung. Schon im Jahr 2000 beschloss der Gemeinderat das Entwicklungskonzept Innenstadt Eppingen. Oberziele des mit der Bürgerschaft erarbeitete Leitbildes waren die Aufwertung der Innenstadt für Handel, Kunden und Bewohner sowie das Verkehrskonzept. In diesem Zusammenhang würdigte Klaus Holaschke auch die Verdienste seines verstorbenen Amtsvorgängers Erich Pretz und nannte den Alt-Oberbürgermeister „einen Vordenker dieser Maßnahme“. Umgesetzt wurde die Neugestaltung der Innenstadt 2007 mit der Rückverlagerung des Rathauses in die Innenstadt, der Neugestaltung des Marktplatzes und der Brettener Straße, der Aufwertung der Bahnhofstraße und des Ludwigplatzes, der Neugestaltung der Leiergasse mit Seitengassen und dem Neubau des Parkhauses – Investitionen mit rund 20 Millionen Euro. „Ein Durchbruch für die Einzelhandelsentwicklung in der Weststadt war die Verlagerung des E-Centers auf die andere Straßenseite“, betonte Holaschke. Mit dem Umzug des Einkaufsmarktes seien die Rahmenbedingungen geschaffen worden, damit der Verkehr in der Mühlbacher Straße besser fließt. „Der Neugestaltung dieser Straße gingen sehr schwierige und zähe Grundstücksverhandlungen voraus, bei denen es manchmal um ein paar Quadratmeter ging“, verriet Holaschke. Hinzu kamen planerische Herausforderungen und die Hochphase der Bauwirtschaft, die die Stadt zu einer Planänderung zwang. Bürgermeister Peter Thalmann nannte die vielfältigen baulichen Herausforderungen der abgeschlossenen Maßnahme. Allein 21 Pfeiler mit bis zu zwölf Meter Tiefe waren notwendig, um der neuen Elsenzbrücke die erforderliche Stabilität zu geben. Die alte, 1952 errichtete Brücke war vom Streusalz zerfressen. Im Zuge der Bauarbeiten wurden auch die Versorgungs- und Telekommunikationsleitungen neu verlegt. Ursprünglich war die Baumaßnahme in zwei Tranchen geplant. „Wir wurden ein Opfer der Hochkonjunktur und mussten die erste Ausschreibung aufheben“, ließ Thalmann die achtmonatige Bauzeit Revue passieren. Im Nachhinein sei es gut gewesen, die Mühlbacher Straße in einem Paket zu vergeben und neu zu gestalten. „Der Auftrag wurde größer, die Kosten jedoch im Verhältnis günstiger“, blickte Thalmann zurück. Von den 1,5 Millionen übernahm das Land über das Landesverkehrsprogramm rund ein Drittel. Ein letzter großer Baustein bei der Einzelhandelsentwicklung der Mühlbacher Straße fehlt allerdings noch: der Umbau des alten Edeka-Marktes in ein Fachmarktzentrum. Bei diesem Vorhaben der Projektentwicklungsgruppe Krause aus Bayreuth gibt es seit Monaten einen Stillstand. Der alte E-Center-Markt steht unverändert da. „Unser Ziel ist es, dass dieses Areal zur Gartenschau 2021 in neuem Glanz erstrahlt“, machte OB Holaschke Hoffnung auf einen baldigen Baustart. 

Montag, 22. Oktober 2018 10.16 Uhr