Bürgerversammlungen in 2016

Bürgerversammlungen in 2016
Bürgerversammlung zum Neubau eines Parkhauses in der Wilhelmstraße am 5. April

Etwa 100 Bürgerinnen und Bürger nahmen die Gelegenheit wahr, um sich in der Stadthalle in Eppingen über drei verbliebene Varianten zum Bau eines Parkhauses auf dem Süßmosterei-Areal in der Wilhelmstraße zu informieren. Wohl schon in der nächsten Gemeinderatssitzung Ende April soll einer der drei Vorschläge zur weiteren Bearbeitung beschlossen werden.

Variantenvorstellungen in der Bürgerversammlung 

Noch offen ist die Anzahl der Stellplätze, die Stellplatzbreite, die Parkraumbewirtschaftung und Fassadengestaltung, bevor ein Baubeschluss gefasst werden kann. Der offizielle Baubeginn wird also noch einige Zeit auf sich warten lassen.

„Wir streben den Spatenstich noch in diesem Jahr an“, blickte Oberbürgermeister Klaus Holaschke voraus, der zusammen mit Bürgermeister Peter Thalmann und Architektin Nicole Oberberger vom Büro Obermeyer aus Karlsruhe die Pläne erläuterte.


Oberbürgermeister Holaschke informierte, dass nach der Bedarfsanalyse noch 238 Stellplätze im Sanierungsverfahren durch das Land gefördert werden. Bei Baukosten von zirka vier Millionen Euro entfallen auf die Stadt 2,5 und auf das Land 1,5 Millionen Euro. „Die Kosten je Stellplatz bewegen sich nun zwischen 17.200 und 18.900 Euro gegenüber 24.000 Euro bei der Planung, die der Gemeinderat im letzten Sommer gestoppt hat“, betonte das Stadtoberhaupt. Dabei geht die Verwaltung von einer Stellplatzbreite von 2,50 Meter als Normmaß aus.

Bei allen drei Varianten bleiben Kesselhaus und Ratskeller erhalten. Die alte Süßmosterei muss bei den Varianten 3 und 4 abgerissen werden. Im Parkhaus vorgesehen ist eine öffentliche WC-Anlage, die den Bedarf in der Innenstadt auch außerhalb der Öffnungszeiten des Rathauses abdeckt.

Stellplatzbreite und Dauerparktickets

Das Parkhaus ist stützenfrei geplant und lässt somit alle Möglichkeiten offen. Denkbar ist eine Mischform für Dauerparker mit einer Stellplatzbreite von 2,50 Meter und Kurzzeitplätzen mit 2,70 Meter. Selbstverständlich werden bei der weiteren Planung auch Familien-, Frauen- und Behindertenparkplätze sowie eine Ladestation für Elektroautos berücksichtigt. „Für die Mitarbeiter im Rathaus wird es keine kostenfreien Parkplätze geben, bei der Bewirtschaftung sind auch Ideen des Einzelhandels und der Dienstleister der Innenstadt gefragt“, betonte Oberbürgermeister Holaschke. Denn in erster Linie ist das Parkhaus für die Innenstadt gedacht. Dauerparktickets können gelöst werden.


Bürger sprechen sich für möglichst breite Stellplätze und Variante 4 aus

Die Bürger tendierten klar in Richtung Variante 4 mit einer Stellplatzbreite von 2,70 Meter. „Dadurch wird der Komfort erhöht und damit auch die Akzeptanz des Parkhauses gewährleistet“, war den Wortmeldungen zu entnehmen. Bei dieser Lösung bleiben die zehn bestehenden Stellplätze vor dem Kesselhaus erhalten. Es wird für den Betrieb weder eine mechanische Lüftung noch ein Parkleitsystem notwendig. Bei Variante 4 wäre ebenfalls der Wunsch einer Bürgerinitiative berücksichtigt, die Verkehrsbelastung in der Ludwig-Zorn-Straße zu begrenzen. Denn der Hauptverkehr wird durch die Wilhelmstraße geleitet. In der Ludwig-Zorn-Straße befindet sich lediglich eine zweite Zufahrt. Die Unterschriftenaktion „Gegen eine Zufahrt/Ausfahrt Parkhaus in der Ludwig-Zorn-Straße“ weist auf die zusätzliche Verkehrsgefährdung durch eine Zufahrt zum Parkhaus in der Ludwig-Zorn-Straße hin. Zusätzliches Gefährdungspotential macht die Initiative insbesondere für die Schüler der Grundschule, die Kinder in den Kindertagesstätten und die Einrichtungen wie Musikschule oder Turnhalle im Rot und das Seniorenpflegeheim aus.

Bauzeit und weiteres Vorgehen

In der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung soll die Variante zur weiteren Planung festgelegt werden. Bei einem Parkhaus in Systembauweise geht die Stadt von einem Jahr Bauzeit aus, in der je nach Bauabschnitt auch eine halbseitige Sperrung der Wilhelmstraße erforderlich wird. Derzeit prüft die Verwaltung auf Antrag des Gemeinderates noch die Kosten für die Erweiterung des Parkhauses um ein Geschoss nach Süden. Dadurch entstehen ca. 50 weitere Stellplätze. Variante 4 erfüllt die Anforderungen aus dem Bebauungsplan und hat im Norden einen Grenzabstand von ca. fünf Meter zur Nachbarbebauung.

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Eppingen, 8. April 2016
Bürgermeisteramt Eppingen
Pressestelle

Internetveröffentlichung: 08.04.2016