5,8 Millionen Euro für geplante Anbindung des Gewerbegebiets in Richen bewilligt  

Langersehnte Verkehrsentlastung für Richen wird vom Land gefördert
Das Land fördert die Anbindung des Gewerbegebietes „Erlen/Steingebiss“ in Richen an die Landesstraße 592 Richen-Ittlingen mit rund 5,8 Millionen Euro. Das hat das Verkehrsministerium Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung am 29. April bekannt gegeben. Das Projekt ist Bestandteil des Förderprogramms zum kommunalen Straßenbau im Landes-Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz (LGVFG). In das Programm für die Jahre 2024 bis 2028 wurden insgesamt 59 neue Maßnahmen mit einem Fördervolumen von rund 46 Millionen Euro aufgenommen.
„Für uns ist das eine sehr wichtige Entscheidung“, äußerte sich Oberbürgermeister Klaus Holaschke positiv überrascht. Die Stadt hatte nach den Sommerferien 2023 die Aufnahme in das Landesförderprogramm für den kommunalen Straßenbau beantragt. Mit der positiven Nachricht erhält die Stadt landesweit die mit Abstand größte Zuwendung aller 59 bewilligten Maßnahmen. Mit dem Projekt soll die Römerstraße, die das Gewerbegebiet „Erlen/Steingebiss“ erschließt, in nordöstliche Richtung verlängert werden, bis sie nördlich auf die Landesstraße Richtung Ittlingen einmündet. „Dies sorgt für eine erhebliche Entlastung der stark befahrenen Richener Ortsdurchfahrt vor allen vom Schwerlastverkehr aus den Gewebegebieten ´Erlen/Steingebiss´ in Richen und ´Tiefental´ in Eppingen“, weiß Baubürgermeister Peter Thalmann. Das Vorhaben ist technisch äußerst anspruchsvoll. Sowohl die Bahnlinie als auch die Elsenz müssen mit Brückenbauwerken überquert werden. Die Ortsanbindung Richen ist seit Jahren ein Dauerthema. Anhand von Verkehrszählungen wurden täglich bis zu 14.000 Fahrzeuge ermittelt. Auch Richens Ortsvorsteher Giselbert Seitz freut sich daher über die Förderzusage, für die der Ort 30 Jahre lang gekämpft habe. In einer Machbarkeitsstudie hat die Verwaltung im Zuge der Erweiterung des Gewerbegebietes eine Alternative zur Westumfahrung untersucht. Bereits bei der Einwohnerversammlung in Richen im September 2023 wurde die mögliche Trasse der Machbarkeitsstudie vorgestellt. „90 Prozent der hier im Raum anwesenden Personen werden den Bau nicht mehr erleben“, orakelte seinerzeit OB Holaschke. Nun nimmt das Projekt Fahrt auf. Mit der zugesagten Förderung kann in die vertiefte Planung eingestiegen werden.