Technischer Beigeordneter
Peter Thalmann
Am 27. September 2011 wurde Peter Thalmann erstmals vom Gemeinderat zum Technischen Beigeordneten und damit zum Bürgermeister gewählt. Sein Amt trat er zum 1. Dezember 2011 an. Davor war Peter Thalmann als Wirtschaftsförderer und Geschäftsbereichsleiter ebenfalls bei der Großen Kreisstadt Eppingen tätig. Im Jahr 2019 wurde Peter Thalmann vom Gemeinderat in seinem Amt als Baubürgermeister bestätigt.
Der Technische Beigeordnete ist Vorsitzender des Technischen Ausschusses sowie Betriebsleiter der städtischen Eigenbetriebe Stadtentwässerung Eppingen (SEE) und Energie- und Verkehrsbetriebe Eppingen (EVE). Die Amtszeit des Technischen Beigeordneten beträgt acht Jahre.
Zum Geschäftskreis des Technischen Beigeordneten gehören
- die Stabsstelle Bauverwaltung und Sanierung,
- der Geschäftsbereich 4 Stadtplanung und Bauordnung mit den Abteilungen Stadtplanung und Baurecht,
- der Geschäftsbereich 5 Wirtschaftsförderung und Liegenschaften mit den Abteilungen Stadtmarketing und Tourismus, Grundstücksmanagement, Gebäudemanagement und Gutachterausschuss,
- der Geschäftsbereich 6 Bauen und Infrastruktur mit den Abteilungen Tiefbau und Grünplanung, Hochbau und Klimaschutz und Breitband und
- der städtische Bauhof.
„Was auf dem Spiel steht“
Erstelldatum24.09.2025
„Was auf dem Spiel steht“ – Gemeindetagspräsident Steffen Jäger mit offenem Appell zur Lage der Kommunen
Anlässlich des Tags der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2025 richtet sich Steffen Jäger, Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg, in einem offenen Brief direkt an die Bürgerinnen und Bürger im Land. Darin spricht er stellvertretend für die 1.065 Mitgliedsstädte und -gemeinden nicht nur über die angespannte Lage vieler Städte und Gemeinden, sondern nimmt auch die politische Kultur, die Zukunftsfähigkeit unseres Staatswesens und den Reformbedarf in den Blick. Der Ton ist sachlich aber klar und bewusst ehrlich.
„Die Lage ist ernst. Das spüren die Städte und Gemeinden. Das spüren Sie. Das spüren wir alle“, schreibt Jäger. Er verweist dabei auf internationale Krisen, den anhaltenden Krieg in der Ukraine und die verschärfte geopolitische Lage, die auch Deutschland stärker in die Pflicht nehme: „Wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass andere unsere Verteidigung übernehmen. Wir sind selbst gefordert.“ Gleichzeitig sei die wirtschaftliche Basis unseres Gemeinwesens bedroht: „Zwei Jahre Rezession, Standortverlagerungen, wachsender internationaler Wettbewerbsdruck – unsere Volkswirtschaft hat an Schwung verloren.“
Die Folgen spüren die Städte und Gemeinden unmittelbar: Sanierungen von Schulen oder Sporthallen werden verschoben, Investitionen in Klimaschutz gestrichen, Öffnungszeiten in Kitas oder Bibliotheken gekürzt. „Keine dieser Maßnahmen will ein Kommunalpolitiker beschließen – doch vielerorts werden sie unvermeidlich“, so Jäger.
Der Gemeindetagspräsident fordert deshalb eine gesamtstaatliche Reform: „Wir brauchen eine ehrliche Aufgaben- und Standardkritik, die den Mut hat, Prioritäten zu setzen. Und wir müssen neu fragen: Was kann und muss der Staat leisten – und was kann er nicht mehr leisten, ohne sich selbst zu überfordern?“
Zugleich betont Jäger die Verantwortung jedes Einzelnen: „Demokratie ist kein Bestellshop – sie ist die Einladung an alle, sich mit ganzer Kraft für eine freiheitliche und wohlständige Gesellschaft einzubringen. Und deshalb kann Demokratie auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir alle unseren Beitrag dazu leisten.“
Im Zentrum des Briefes steht ein Appell: „Die Gemeinden sind der Ort der Wahrheit, weil sie der Ort der Wirklichkeit sind. Es gilt, diese Wirklichkeit anzuerkennen und aus der Krise den Mut zur Erneuerung zu schöpfen. Für unsere Kinder. Für unser Land. Für unsere Demokratie.“
Die Zielsetzung des Bürgerbriefs fasst Gemeindetagspräsident Steffen Jäger zusammen:
„Unser Staat, unsere Demokratie wird von den Menschen getragen. Deshalb stellen wir die Bürgerinnen und Bürger in die Mitte unseres offenen Briefes. Wir als Kommunen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Unsere Botschaft lautet: Nur wenn die Bürgerinnen und Bürger bereit sind mitzuwirken, kann unser Land die notwendigen Reformen schaffen.“
Jäger weiter „Der Bürgerbrief versteht sich als Beitrag zu einer öffentlichen und überparteilichen Debatte und als Einladung zur Rückbesinnung auf das, was unser Gemeinwesen zusammenhält: Respekt, Ehrlichkeit, Verantwortung und Gemeinsinn. Es geht nicht um ein ‚Fingerpointing‘. Es geht darum, eine gesellschaftliche Diskussion mit anzustoßen. Damit ist der Bürgerbrief Teil der Grundsatzdebatte zur staatlichen Leistungsfähigkeit, die wir als Gemeindetag Baden-Württemberg seit nunmehr drei Jahren vorantreiben – sei es durch Positionspapiere, konkrete Deregulierungsvorschläge oder den klaren politischen Appell“, so Jäger. Die Kreisverbände des Gemeindetags sind eingeladen, den Bürgerbrief kommunikativ zu begleiten, beispielweise in den gemeindlichen Amtsblättern, den Homepages oder durch örtliche Pressegespräche.
Der vollständige Brief des Gemeindetags (PDF-Dokument, 138,11 KB, 24.09.2025)



