Bestattungsmöglichkeiten Friedhof Kleingartach

Für Erdbestattungen stehen zur Auswahl:

  • Reihengräber
  • Wahlgräber
  • Rasengräber

 

Für Feuerbestattungen stehen zur Auswahl:

  • Urnenreihengräber
  • Urnenwahlgräber
  • Urnenstele / Urnenkammer in der Mauer
  • Baumbestattungen

Der Kleingartacher Friedhof

Der Friedhof befindet sich nördlich der Martinskirche, wobei es der Bevölkerungswachstum mit der Zeit notwendig machte den Friedhof nach Westen (Rücker-/ Balzstraße) zu erweitern. Die Martinskirche, der nördlich davor liegende Kirchhof und der Friedhof bilden zusammen ein denkmalgeschütztes Ensemble. Die evangelische Pfarrkirche St. Martin wurde ursprünglich als Chorturmkirche errichtet. Der Kirchturm zeigt verschiedene Bauphasen, dessen unterer Teil wohl aus dem 13. Jahrhundert stammt. Das im Westen angebaute Kirchenschiff von 1468 ist durch die Datierungsinschrift über dem Südportal belegt. Die Martinskirche befindet sich am nordöstlichen Eckpunkt des alten Stadtkerns (planmäßige Stadtgründung Ende des 13. Jahrhunderts). Unmittelbar nördlich verlief kurz vor dem Kirchhof die nördliche Stadtmauer. Der ursprüngliche Begräbnisplatz hat sich wohl im Bereich des Kirchhofes zwischen Kirche und Stadtmauer befunden. Der Bevölkerungswachstum und der Wandel der Zeit hat dann zu Veränderungen geführt: Spätestens mit Beginn des Abbruchs der Stadtbefestigung im 18. und 19. Jahrhundert wurde der Begräbnisplatz nach Osten hin erweitert. 1969/70 erfolgte der Ausbau des Kirchplatzes und die Erstellung einer Leichenhalle beim Friedhof. Die in die Jahre gekommene Leichenhalle wird 2012/13 zeitgemäß renoviert und mit dem Anbau einer Aussegnungshalle erweitert. Weitere Friedhofserweiterungen wurden dann Ende des 20. Jahrhunderts notwendig. Eine erste Erweiterung wurde 1989 fertiggestellt nachdem die Stadt ein ca. 10 ar großes Areal erwerben konnte. Nach dem Abbruch von zwei städtischen Gebäuden in der Rücker- und Balzstraße wurden in einem zweiten Erweiterungsabschnitt neue Gräberfelder angelegt. Durch den Wandel in der Bestattungskultur hat sich der Kleingartacher Ortschaftsrat 2009, als einer der ersten Stadtteile in der Gesamtstadt Eppingen für eine Urnenbestattung unter Bäumen ausgesprochen. Somit stehen neben den herkömmlichen Erdbestattungen, Urnengräber im Feld, Urnenkammern in der Mauer, Baumbestattungen und Rasengräber mit Namenstafeln zur Verfügung.  Der Friedhof ist mit einer Sandsteinmauer begrenzt und hat fünf Zugänge. In die Friedhofsmauer sind zwei historische Steine eingelassen, die vom 1996 abgerissenen Uhland-Haus stammen (Uhlandstraße 3+3a), einer davon ein Inschriftenstein nennt Bürgermeister Michael Uhland (HERR BVRGENMEISTER MICHEL VHLAND 1738). Im alten Friedhofsteil sind drei historische Grabsteine aufbewahrt, die ein wichtiges Kulturgut darstellen. An der Langhaus-Außenmauer der Martinskirche befindet sich zudem ein Epitaph von 1541: „ANNO  DOMINI 1541 IST GESTORBEN HANS LANG SCHULTHEIß.“ Seit 2010 befindet sich auch das Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege im neuen Friedhofsteil. Ursprünglich befand sich dieses bis 1972 östlich der Kirche an der Heilbronnerstraße (heute Leintalstraße). Im Zuge des Ausbaus der Straße wurde das Ehrenmal nach hinten in Richtung Kirchturm verlegt. Das mittlere Element des Ehrenmals erinnert an die 34 gefallenen Kleingartacher im 1. Weltkrieg (1914-18). Zu diesem ersten Mahnmal gehören auch die Adlerfigur und die beiden Sandstein-Löwen. Die beiden Seitenflügel des Ehrenmals von 1953 erinnern an die 65 Kleingartacher Opfer des 2. Weltkriegs (1939-45).

Eine abermalige Verlegung des Ehrenmals wurden 2010 notwendig, als im Mai des Jahres die Adlerfigur des Hauptelements gestohlen wurde. Der Ortschaftsrat beschloss die Verlegung des Ehrenmals in den neuen Friedhofsteil, um dieses Kulturdenkmal und Mahnmal für die kommenden Generationen vor weiterem Verfall und Missbrauch zu schützen. Die Aufstellung des Ehrenmals erfolgte ehrenamtlich durch Mitglieder des Ortschaftsrates, Mitglieder des Heimatvereins und engagierte Bürger. 2011 wurde auch eine neue Adlerfigur angebracht.