Bestattungsmöglichkeiten Friedhof Eppingen

Für Erdbestattungen stehen zur Auswahl:

  • Reihengräber
  • Wahlgräber
  • Rasengräber
  • Anonymes Grab

 

Für Feuerbestattungen stehen zur Auswahl:

  • Urnenreihengräber
  • Urnenwahlgräber
  • Urnenstelen
  • Urnengemeinschaftsgrabanlage
  • Baumbestattungen
  • Anonyme Urnengräber

 

Der Eppinger Friedhof ist zu Beginn des 19. Jahrhunderts um die St. Leonhards-Kapelle angelegt worden. Er befand sich damals außerhalb der Stadt und wurde 1850 mit einer Mauer umgeben, welche 1686 erneuert und erweitert werde musste. Es war der dritte Begräbnisplatz in der Geschichte der Stadt. Die beiden vorigen Friedhöfe befanden sich nördlich der Elsenz, und zwar der erste um die katholische Kirche in der Altstadt und der zweite vor der Altstadtmauer auf dem Platz der 1520 errichteten St. Peterskapelle (heutiges Diakonatsgebäude). Wegen der beabsichtigten Stadterweiterung wurde dieser Friedhof südlich der Elsenz, an den heutigen Platz, verlegt. Die St. Leonhards-Kapelle war 1418 von mehreren Bürgern der Stadt Eppingen gegründet worden und hatten ein Türmchen mit einer Glocke. Als die Kapelle baufällig und eingefallen war, wurde sie Anfang des 19. Jahrhunderts abgebrochen. Die Glocke von 1436 wechselte dann auf den Vorstädter Torturm in der Brettener Straße und wurde 1826 auf das neu erbaute Rathaus gehängt, von wo sie heute noch viertelstündig schlägt.
Der Friedhof wurde Mitte des 19. Jahrhunderts und wieder im 20. Jahrhundert erweitert, da der vorhandene Platz nicht mehr ausreichte. 1963 wurde eine Leichenhalle und 1975 die Aussegnungshalle erbaut. 1933 wurde mit der großen Friedhofserweiterung im Schmiedgrund begonnen. Nunmehr stellt der Eppinger Friedhof mit seinem sanierten alten Friedhofsteil, dem aktuell bewirtschafteten Teil und der Friedhofserweiterung ein wichtiges Kulturgut der Stadt Eppingen dar.
An der Nordmauer des Friedhofes steht das Ehrenmal mit den Namen der in den beiden Weltkriegen gefallen Heimatvertriebenen, ein Kriegsgräberfeld und Gräber der verstorbenen Zwangsarbeiter befinden sich im Friedhof.
Auf dem Eppinger Friedhof wurden wertvolle alte Grabmäler gesichert. Diese Kleindenkmäler sind sehr kunstvoll gestaltet und zeigen eine reiche Symbolik. Ein alter Inschriftenstein an der Ostmauer ist heute nicht mehr zu lesen. Seine Inschrift lautete ursprünglich: Perdam sapientiam sapientium et prudentaim, omnis caro foenum – memento igitur mori, anno 1580 renovatum. Auf dem Rand des Steins ist nachträglich beigefügt: Zur Zeit Collector Hegell 1686 (Übersetzung der Inschrift: Ich werde zu Schanden machen alle Weisheit der Weisen und alle Klugheit - alles Fleisch ist Heu - gedenke daher des Todes. 1580 renoviert.)

Besonderheiten

Bis 1963 zogen Trauerzüge durch die Stadt der letzte Eppinger Leichenwagenfahrer war Georg Welz. Er fuhr mit seinem mit zwei Pferden bespannten Leichenwagen am Trauerhaus vor. Von Leichenträgern wurde der Sarg in den Wagen gebracht und dann begann der Trauerzug durch die Straßen der Stadt zum Friedhof.

Ein ganz besonderer Anziehungspunkt für jeden kleinen Eppinger war das prächtige Grabmal des Eppinger Ehrenbürgers Hans Wiessner. Eindrucksvoll zeigt sich diese besonders gestaltete Grabstelle mit der bronzenen (Himmels-) Tür und dem davor sitzenden kleinen Engel. Es war für jedes Eppinger Kinde eine Selbstverständlichkeit, dem Engelskind Gänseblümchen in die Hand zu stecken.

Neue Gedenktafeln am Eppinger Ehrenmal angebracht

Am Dienstag, 22. Juni 2010 wurden die sieben neuen Gedenktafeln am Ehrenmal beim Friedhof in Eppingen angebracht. Darauf erinnern die Namen von 163 Opfern des Ersten Weltkrieges und 401 Opfern des Zweiten Weltkrieges an die Schrecken der beiden Kriege. Oberbürgermeister Klaus Holaschke freut sich, dass die Tafeln rechtzeitig zu den Jahrgangstreffen der Eppinger Heimattage 2010 fertig gestellt wurden, zu denen zahlreiche auswärtige ehemalige Eppinger in ihrer Heimatstadt erwartet werden. 
Manfred Müller hatte Anfang 2007 die Herstellung von Namenstafeln angeregt und zusammen mit einigen Bürgern in mühseliger Arbeit die Namen möglichst vollständig recherchiert. Der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats hatte einstimmig beschlossen, wie in allen anderen Stadtteilen auch in der Kernstadt der Opfer der Weltkriege auch namentlich zu gedenken. Oberbürgermeister Klaus Holaschke lobte das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die sich dieser Sache angenommen und weitere Nachforschungen angestellt haben. Eine Kunstgießerei in Berlin hatte bereits 2008 die Bronzetafeln gegossen. Doch schon nach kurzer Zeit zeigte das Material unschöne Ausblühungen. Auch ein Nachbesserungsversuch blieb erfolglos, sodass die Stadt der Gießerei den Auftrag entziehen musste. „Unsere Schadensersatzansprüche wurden restlos anerkannt und reguliert“, betont das Stadtoberhaupt. Rund 30.000 Euro hat die Herstellung der sieben Bronzetafeln gekostet.

Das Foto zeigt links den Initiator der Namenstafeln, Manfred Müller, neben Oberbürgermeister Klaus Holaschke.