Szigetvar - Unsere Partnerstadt in Ungarn

Im Südwesten Ungams, an der jugoslawischen Grenze zwischen Barcs und Pecs (Fünfkirchen) liegt Szigetvar, Partnerstadt von Eppingen seit 1992. In der historischen Stadt am Fuße des Mecsekgebirges in der Ormonischen Tiefebene wohnen heute 13.000 Einwohner. Als Verwaltungszentrum werden von Szigetvar aus 24.000 Einwohner in den Umlandgemeinden betreut. 

Bereits bei den Römern war die Stadt unter dem Namen Limosa bekannt. Den Namen Szigetvar bekam die Stadt nach der Burg, die auf die vom Bach Halmas umgebene Insel gebaut wurde. 1566 wurde in Szigetvar europäische Geschichte geschrieben. Szigetvar war im 16. Jahrhundert eine der stärksten ungarischen Grenzfestungen. Um den Weg nach Wien freizumachen, rückte Anfang August 1566 Sultan Suleyman II mit seiner Streitmacht an. 33 Tage lang verteidigten 2500 Soldaten des Burgkapitäns Miklos Zrinyi die Burg gegen ein 100.000 Mann zählendes Türkenheer.

Dann ging die innere Burg bei einer Pulverexplosion in Flammen auf. Ihrer hoffnungslosen Lage bewußt, stürzten sich die ungarischen Verteidiger auf den türkischen Feind und alle fanden dabei den Tod, auch Burgkapitän Miklos Zrinyi. Suleyman II erlebte die Eroberung der Burg nicht mehr. Er starb vor den Toren von Szigetvar. Für die Türken war es ein Pyrrhus-Sieg: Sie verloren 25.000 Soldaten. Nach dem Tod ihres Feldherrn und wegen des drohenden Winters gaben sie den Plan auf, nach Wien vorzurücken. Der französische Kardinal Richelieu, leitender Minister Ludwigs XIII, meinte später, in Szigetvar sei ein Wunder geschehen. Hier entschied sich die Frage, ob das Kreuz oder der Halbmond über Europa jahrhundertelang herrscht.

Die Ungarn konnten erst im Jahre 1689 die Stadt zurückerobern. Noch heute sind gut erhaltene Baudenkmäler der türkischen Besetzung in Szigetvar zu sehen. Die Moschee von Ali Suleyman mit Minarett, das Türkische Haus oder die auf dem Zrinyi-Platz stehende, reichlich mit Wandmalereien ausgestattete Moschee Ali Paschas, die noch als Kirche genutzt wird. Die interessante Burganlage, deren Mauern durch die Stadt verlaufen, eine weitere Franziskaner Kirche und ein Barock-Kloster sind gern besuchte Ausflugsziele.

Die Stadt ist geprägt von einem besonderen Eigenleben. Zahlreiche Künstler, vom Bildhauer, Baumschnitzer bis hin zum Maler sind in der Stadt zu finden. Öffentliche Einrichtungen wie Sporthallen, Sportplatz und Tennisplätze sind ebenso vorhanden wie zahlreiche Schulen (Grundschule, Mittelschule, Gymnasium und Musikschule). Ein Kreiskrankenhaus mit über 600 Betten dient zur Versorgung der Bevölkerung Szigetvars und der Umlandgemeinden.

Die am Rande der Stadt gefundene Quelle mit 63°C heißem Wasser wird hauptsächlich für rheumatische und gynökologische Nachbehandlungen genutzt. An dieser Quelle steht heute ein gut besuchtes Thermalbad.

An Industriebetrieben hat die Stadt insbesondere eine große Konservenfabrik, eine Schuhfabrik sowie Staatsgüter im landwirtschaftlichen Bereich vorzuweisen. Die Bevölkerung engagiert
sich in den verschiedenen Vereinen. Es bieten sich zahlreiche Sportmöglichkeiten (Fußball, Korbball, Ringen, Handball) aber auch kulturelle Einrichtungen, wie z.B. Gesangs- und Musikverein
oder ein Kino an.

Ferner ist die Stadt Szigetvar auf den Fremdenverkehr ausgerichtet. Neben Reisebüro, Hotels und Gaststätten und dem Thermalbad bestehen Möglichkeiten zum Angeln und Jagen.

25 Jahre Städtepartnerschaft Eppingen-Szigetvár

Civitas Invicta - Heldenhafte Stadt

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