Kommunalpolitische Tätigkeit mit ehrenvollem Abschluss

Drei Lokalpolitiker erhalten Wappenteller der Stadt Eppingen

In Würdigung ihrer langjährigen und engagierten Arbeit in städtischen Gremien wurden Ortsvorsteher und Ortschaftsrat a. D. Frieder Fundis, Stadträtin a. D. Carmen Probst und Ortschaftsrat a. D. Alfred Kistler zum Abschluss ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit in Eppingen durch die Übergabe des Wappentellers der Stadt mit Dankurkunde geehrt. Am 24. Juli überreichte Oberbürgermeister Klaus Holaschke diese zweithöchste Auszeichnung der Stadt Eppingen im Rahmen einer Feierstunde, zu der auch der neukonstituierte Gemeinderat anwesend war.

Auf 35 Jahre Kommunalpolitik in Eppingen kann der 72-jährige Frieder Fundis zurückblicken. Schon 1984 zog er in den Ortschaftsrat von Mühlbach ein, wo er im November 2002 das Ruder als Ortsvorsteher übernahm. Auch seine Amtszeiten im Eppinger Stadtrat sind respektabel. Hier gestaltete er als Stadtrat die Geschicke der Gesamtstadt, zunächst von 1989 bis 1994 und, nach einer Auszeit von einer Legislaturperiode, von 1994 bis 2004 mit. Dabei zog der Vollblutpolitiker schon viel früher ins politische Leben ein, nämlich 1972 als Kreis- und Bezirksgeschäftsführer der CDU Nordwüttemberg. In seinem Heimatort legte Fundis als Gründungsmitglied den Grundstein für den CDU Ortsverband Mühlbach und stellte sich viele Jahre lang als dessen Vorsitzender zur Verfügung. Doch nicht nur als Ortsvorsteher ist der gebürtige Sulzfelder bekannt, denn zahlreich und vielfältig sind seine Spuren, die Mühlbach und die Dorfgemeinschaft prägen. Jahrzehntelang war er Dirigent beim evangelischen Kirchenchor und – wie Oberbürgermeister Holaschke in seiner Laudatio bemerkte – „Jeder wusste: Mittwoch ist Singstunde und der räumte Frieder Fundis höchste Priorität ein.“ Von 1971 bis 2001 war Frieder Fundis Mitglied im evangelischen Kirchengemeinderat. Ferner war er Gründungsmitglied des Kiwanis Clubs Eppingen-Kraichgau. Sowohl das Steinhauermuseum als auch der Sandsteinpfad in Mühlbach wurden von ihm, zusammen mit dem örtlichen Heimat- und Verkehrsverein, initiiert und auch sie stehen für die Verbundenheit von Frieder Fundis mit dem Eppinger Stadtteil Mühlbach. Für sein ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Stadt Eppingen wurde Frieder Fundis 1996 mit dem Seidenwappen der Stadt Eppingen und in 2014 für dreißig Jahre kommunalpolitische Tätigkeit mit der Ehrenstele des Gemeindetags und des Städtetags Baden-Württemberg ausgezeichnet. Seine höchste Auszeichnung wurde Frieder Fundis im Jahre 2004 zuteil, als er das Bundesverdienstkreuz vom damaligen Staatsminister Christoph Palmer in der Mühlbacher Bürgerhalle erhielt.

Auf drei arbeitsreiche und erfolgreiche Amtsperioden im Gemeinderat der Stadt Eppingen kann Stadträtin a. D. Carmen Probst zurückblicken. Dank ihrer gewissenhaften, zuverlässigen und sorgfältigen Arbeit stand die 56-jährige CDU-Stadträtin im Gemeinderat „ihren Mann“ und verdiente sich am Verhandlungstisch hohe Achtung von allen Fraktion. Auch als Mitglied im Technischen Ausschuss, Gartenschauausschuss, Kernstadtausschuss, Umlegungsausschuss und im Betriebsausschuss des städtischen Eigenbetriebs Stadtentwässerung Eppingen verstand sie es, ihr Mandat zum Wohle der Stadt zu nutzen. Doch nicht nur als Stadträtin ist Carmen Probst in Eppingen und Umgebung bekannt, denn durch ihre Arbeit als langjährige Vorsitzende des Elternbeirats und des Fördervereins der Eppinger Realschule ist sie mit vielen Menschen in und um Eppingen vernetzt. Verbundenheit mit dem örtlichen Handwerk lebt sie durch aktive Mitarbeit bei den Kraichgaumeistern vor. Dank ihres Mitwirkens steht seit zehn Jahren wieder alljährlich ein Zunftbaum als Geschenk der Kraichgaumeister an die Stadt vor dem Rathaus am Marktplatz. Die Gewerbeschau in 2013 unterstützte sie bei der organisatorischen Ausrichtung als Großveranstaltung im Stadtzentrum. Für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Stadt Eppingen und ihrer Einwohner wurde Carmen Probst zu ihrem 50. Geburtstag das Seidenwappen der Stadt Eppingen verliehen.

Auf beachtenswerte 30 Jahre Ortschaftsrat kann der Richener Alfred Kistler zurückblicken. Auch als 1. Stellvertreter des Ortsvorstehers stand der FBW-Ortschaftsrat jahrzehntelang in vorderster Reihe, wenn es darum ging, für den Heimatort Richen aktiv zu sein. Dabei setzte sich Kistler immer engagiert für das Gemeinwohl und das Wohl seines Heimatdorfs Richen ein. Außerhalb der Kommunalpolitik gilt sein ehrenamtliches Engagement dem Turnerbund 1910 Richen. Dort war er viele Jahre als Kassier tätig und bis zur „Altherren-Reife“ schnürte Kistler für seine Rot/Weiß als aktiver Fußballspieler die Stollen. Wer die Richener Speckmärbsle kennt, kommt an Alfred Kistler nicht vorbei, denn er beherrscht mit begnadetem Talent das Fach der gar nicht so einfachen Komödie, sodass kein Auge trocken bleibt, wenn er die Bretter, die die Welt bedeuten, betritt.
Für sein kommunalpolitisches Engagement wurde Alfred Kistler zu seinem 60. Geburtstag mit dem Seidenwappen der Stadt geehrte. In 2014 erhielt er die Ehrenstele und die Ehrennadel des Gemeindetags Baden-Württemberg für 25 Jahre Kommunalpolitik. Zusammen mit dem Wappenteller der Stadt Eppingen nahm Alfred Kistler für 30 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit die Ehrung des Gemeindetags in Form einer Stele und des Städtetags als Anstecknadel entgegen.

An dieser Stelle dankt die Stadt Eppingen den Geehrten nochmals für ihre engagierte und verantwortungsvolle Arbeit für die Stadt Eppingen und ihre Einwohnern.

 

Foto von Ortsvorsteher a.D. Frieder Fundis in der Mitte mit seiner Ehefrau und Oberbürgermeister Klaus Holaschke
Foto: Stadt Eppingen
Foto von Stadträtin a.D. Carmen Probst mit Oberbürgermeister Klaus Holaschke
Foto: Stadt Eppingen
Foto von Ortschaftsrat a.D. Alfred Kistler mit Oberbürgermeister Klaus Holaschke
Foto: Stadt Eppingen