Biberbau staut Hilsbach ein

Rund 3000 Quadratmeter groß und wadentief ist der Stausee in der Nähe der Landesstraße 552 zwischen Adelshofen und der Abzweigung in Richtung Elsenz. Angelegt wurde er von vier bis sechs Biber, die sich hier niedergelassen haben und sich sichtlich wohl fühlen. Ziel der Stadt Eppingen ist der Erhalt des neuen „Biber-Reservats“ sowie der Schutz der Alten Mühle, der Landesstraße und der umgebenden landwirtschaftlichen Flächen. Die Naturschutzbehörden beim Regierungspräsidium Stuttgart und beim Landratsamt Heilbronn sind hierzu eingeschaltet.

Derzeit bestehen keine Gefahren für die Alte Mühle an der Hilsbach und den Verkehr. Allerdings gilt auf angrenzenden Ackerflächen „Land unter“. Um den Wasserspiegel abzusenken, wurde der Damm etwas abgetragen. Hierbei war größte Vorsicht nötig, denn Biber kennen ihre Bauwerke sehr genau und verlassen das Revier, wenn sie sich zu stark gestört fühlen. Als ergänzende Maßnahme wird im Februar ein Drainagerohr in den Biberdamm eingebaut, damit Wasser ablaufen kann und der Einstau eingeschränkt wird. Zur Sicherung des Fußwegs zwischen Bach und Mühle hat die Stadtverwaltung wegen vermuteter Unterhöhlungen Findlinge gesetzt. Diese Unterhöhlungen haben aber nicht Biber, sondern Nutrias verursacht.

Der Biber ist eine streng geschützte Tierart, sodass eine Umsiedlung derzeit ausgeschlossen ist. Der neue Bibersee ist inzwischen zu einer Attraktion geworden, über die bundesweit in den Medien berichtet wird. Und auch bei der heimischen Bevölkerung hat die Biberfamilie viele Freunde gefunden, was das handgemalte gelbe Ortsschild „Bibersee“ stark vermuten lässt.

Foto des Bibersee im Stadtteil Eppingen mit Bauhofmitarbeitern
Foto: Stadt Eppingen
Foto vom Bibersee im Stadtteil Adelshofen
Foto: Stadt Eppingen