Aus der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 10. März 2020

Elsenz erhält schnelles Internet
Gemeinderat beauftragt den Ausbau und Betrieb des Netzes
Der Stadtteil Elsenz erhält einen zeitgemäßen Breitbandanschluss. Der Gemeinderat erteilte der Bietergemeinschaft ARGE brain4kom AG / siebnich.com- it.competence! als GbR den Zuschlag für den Ausbau und Betrieb des Netzes. Die Inbetriebnahme soll im Sommer erfolgen. Weitere Informationen zur Netzbetriebsausschreibung finden Sie im Ratsinformationssystem auf www.eppingen.de. Mit der neuen Technologie ist nach Angaben der künftigen Netzbetreiber ein Datendurchsatz von mindestens 50 Megabit pro Sekunde im Download möglich. Der Netzanschluss kostet inklusive Router einmalig 93,99 Euro. Im ersten Nutzungsjahr werden pauschal 24,99 Euro pro Monat erhoben, später differenziert der Tarif je nach georderter Datenleistung. Bis Mai wird das Glasfasernetz an das Rechenzentrum der Arbeitsgemeinschaft angebunden. Im Zeitraum April/Mai findet eine Infoveranstaltung statt. Mit dem Netzbetrieb möchte der Anbieter im Sommer starten.
Im Oktober letzten Jahres vergab der Gemeinderat für rund zwei Millionen Euro die Tiefbauarbeiten für ein rund 13 Kilometer langes Leerrohr von Eppingen über Rohrbach nach Elsenz. Das Land fördert die Leerrohr-Verlegung mit 953.000 Euro. Den Netzbetrieb schrieb die Stadt im Rahmen eines öffentlichen Teilnahmewettbewerbs aus. Lediglich ein Bieter hat ein vollständiges verbindliches Angebot abgegeben. Der künftige Netzbetreiber verfügt nach eigenen Angaben über einschlägige Erfahrungen im Anschluss mittelgroßer und kleinerer Gemeinden an das Internet. Zu den Kunden zählen Gaggenau, Horb am Neckar und Calw. 19 .000 Endkunden sind mit etwa 200 Kabelverteilerkästen an das Internet angeschlossen.
Die Leitungstrasse verläuft ab dem Bahnhof Eppingen über den Postweg entlang der Elsenzstraße zum Gewerbegebiet „Weststadt“ Richtung Rohrbach und zum Gewerbegebiet „Wiesental“. Von dort läuft die Trasse weiter in Richtung des Gewerbegebiets „Streitland“. Sie erschließt die in Elsenz befindlichen Kabelverzweiger einschließlich der Schule und des Gewerbegebiets „Sperbelgartenweg“. Das Netz der Stadt hat eine Länge von rund 13 Kilometer und erschließt neben dem Stadtteil Elsenz die Gewerbegebiete „Streitland“, „Wiesental“ und einen Teil des Gewerbegebiets „Weststadt“. Über dieses innerörtliche Verteilnetz werden ca. 1.000 Haushalte und 140 Gewerbebetriebe erschlossen. Ausgebaut wird nach dem Standard FTTC (Fiber to the curb) mit Glasfaser bis zum Verteilerkasten und dann weiter mit Kupferkabel bis zum Gebäude. In den Gewerbegebieten „Wiesental“ in Rohrbach und „Streitland“ in Elsenz wird das Glasfaser bis ins Gebäude FTTB (Fiber to the building) verlegt.

Erneuerung der Hilsbachbrücke am Kiesgrabenweg
Die Straßenüberführung beim Wirtschaftsweg Kiesgrabenweg über den Hilsbach in Eppingen weist erhebliche Schäden in der Tragkonstruktion auf. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am 10. März, ein neues Brückenbauwerk mit einer Gesamtbreite von sechs Metern und einer Fahrbahnbreite von 4,5 Metern zu erstellen. Die reinen Baukosten für die neue Hilsbachbrücke belaufen sich auf rund 305.000 Euro.
Seit längerem außer Funktion ist die marode Brücke über den Mühlgraben. Sie wird daher ersatzlos abgebrochen und überfahrbar verfüllt. Der Rückbau der Mühlgrabenbrücke verursacht Baukosten von rund 50.000 Euro. Für die Baumaßnahmen stellt die Stadt insgesamt 431. 000 Euro bereit. Aus dem Förderprogramm „Kommunaler Sanierungsfond Brücken“ wird die Baumaßnahme mit 20 Prozent der Herstellungskosten gefördert.
Die Brücke beim Kiesgrabenweg instand zu setzen, ist durch den schlechten baulichen Zustand technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll. Das Alter und die Überbeanspruchung haben zu Durchrostungen der Stahlteile, Feuchtstellen am Füllbeton und Auswaschungen der Wiederlager geführt. Außerdem fehlen das Geländer und Schrammborte. Nähere Informationen zur Erneuerung der Hilsbachbrücke finden Sie im Ratsinformationssystem unter www.eppingen.de.

Teilerschließung des Gewerbegebiets „Im Wiesental III“ in Rohrbach
Ein Gewerbebetrieb in Rohrbach plant die Erweiterung seiner Betriebsstätte. Der Gemeinderat und der Technische Ausschuss fassten den Baubeschluss für die Teilerschließung der Erweiterungsfläche mit Kosten von rund 175.000 Euro. Davon entfallen 110.000 Euro auf die Kanalbau- und 65.000 Euro auf die Straßenbauarbeiten. Zur Erschließung der Erweiterungsfläche muss die im Stichweg vorhandene Trennkanalisation um ca. 40 Meter verlängert werden. Die Kanalhausanschlüsse werden von zwei neuen Endschächten auf das Baugrundstück verlegt. Weil die vorhandene Regenwasserkanalisation überlastet ist, wird der Kanal auf einer Länge von 23 Metern von 20 auf 30 Zentimeter aufdimensioniert. Im Zuge des Kanalbaus wird der Pflasterbelag im Wendehammer und Asphaltbelag bei der Aufdimensionierung wiederhergestellt. Die Teilplanung sieht vor, den bestehenden Wendehammer nach Süden zu erweitern. Es sind nach Durchführung der Tiefbauarbeiten insgesamt 350 m² Fläche zu befestigen.

Verkaufsoffene Sonntage zum Bärlauchfest und Kirchweihsonntag
2020 werden die Geschäfte in Eppingen zum Bärlauchfest am 17. Mai und zum Kirchweihsonntag am 4. Oktober jeweils von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet sein. Der Gemeinderat erließ die hierfür erforderliche Satzung nach dem Gesetz über die Ladenöffnung. Grundsätzlich können verkaufsoffene Sonntage durch die Gemeinde an maximal drei Sonntagen jährlich freigegeben werden.

Kein Angebot - Ausschreibung für die Terrasse am Stadtweiher aufgehoben
Für die Gartenschau 2021 wird beim Stadtweiher im Bürgerpark auch eine Terrasse angelegt. Die Stadt hatte die Arbeiten europaweit ausgeschrieben. Allerdings hatte kein einziges Unternehmen ein Angebot abgegeben. Grund hierfür ist, dass die Zimmereibetriebe durch die Auslastung im gesamten Baugewerbe keine Nachunternehmer für die Boden- und Fundamentarbeiten fanden. Der Gemeinderat beschloss daher in seiner öffentlichen Sitzung am 10. März, die Ausschreibung aufzuheben. Bei einer neuen Ausschreibung für die Terrasse am Stadtweiher werden die Boden- und Fundamentarbeiten in das Leistungsverzeichnis der bereits laufenden Ausschreibung der Garten- und Landschaftsbauarbeiten integriert. Die Stahlbau- und Zimmerarbeiten werden in einem separaten Verfahren erneut ausgeschrieben.