Rollstuhl-WC und Baby-Wickeltische gibt es inzwischen oft. Aber Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen, die keine Toilette nutzen können und Windeln benutzen, reicht das nicht. Sie brauchen unterwegs einen Ort zum Wechseln, eine „Toilette für alle“ – ausgestattet mit Pflegeliege und Patientenlifter.

Stadtrat Georg Heitlinger MdL hat das Einrichten einer solchen Anlage in Eppingen angestoßen, nun wurde die „Toilette für alle“ in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof installiert. „An einem so frequentierten Ort des Ankommens wie hier am Bahnhof, in direkter Nähe zur Gartenschau und Innenstadt, ist die Toilette für alle ideal verortet. Eine solche Einrichtung steht Eppingen gut.“, betont Oberbürgermeister Holaschke. Jutta Pagel-Steidl, Geschäftsführerin des Landesverbandes für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e.V. Stuttgart, demonstrierte beispielhaft die örtliche Infrastruktur. Mit dem Euroschlüssel zu öffnen, haben betroffene Personen einfachen Zugang zur Anlange. Jene Zugangsberechtigung wird seit 1986 vom CBF Darmstadt ausgestellt.
Für eine gleichberechtige Gesellschaft ohne Hindernisse, in der Inklusion allgegenwärtig ist, müssen mehr Einrichtungen wie diese Anklang finden. Deshalb wird die Schaffung solcher Einrichtungen auch durch das Sozialministerium Baden-Württemberg gefördert. Als dritte Anlage im Landkreis und landesweit als Nr. 81 wird die Eppinger „Toilette für Alle“ auch im Online-Wegweiser unter http://www.toiletten-fuer-alle-bw.de/ gelistet.

Oberbürgermeister Klaus Holaschke bei der Eröffnung der Toilette für Alle am Bahnhof