Staatssekretärin Gurr-Hirsch übergibt Förderbescheid für die Gartenschau Eppingen

Die Staatssekretärin im Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und Landtagsabgeordnete Friedlinde Gurr-Hirsch hat am 4. Dezember den Förderbescheid für die Gartenschau 2021 in Eppingen übergeben. Das Land stellt für die Planung und Gestaltung pauschal zwei Millionen Euro zur Verfügung. Daneben erhofft sich die Stadt weitere Zuschüsse aus anderen Förderprogrammen von Bund und Land. Denn „die Gartenschau ist kein kleines Projekt, sondern eine Riesenchance für die Stadtentwicklung in Eppingen“, betonte Oberbürgermeister Holaschke.

Die Staatssekretärin wurde im Bürgersaal im Eppinger Rathaus fraktionsübergreifend mit freudigem Applaus empfangen. „Mit der Umsetzung der Planungen entstehen für Eppingen neue Dimensionen mit einer neuen Qualität der Nacherholung“, versprach Oberbürgermeister Klaus Holaschke. Er erwartet sich neben dem langfristig angelegten und zukunftsträchtigen Stadtentwicklungsprojekt durch die Gartenschau einen ähnlichen Imagegewinn wie bei den Heimattagen Baden-Württemberg, die Eppingen vor zehn Jahren 2007 ausgerichtet hat. „Die Heimattage, bei denen Eppingen ein Jahr lang landesweit im Fokus stand, wirken heute noch nach“, erinnerte das Stadtoberhaupt. 2010 erhielt die Fachwerkstadt den Zuschlag für die Gartenschau 2021. „42 Bewerbungen lagen damals in Stuttgart vor“, blickte Friedlinde Gurr-Hirsch zurück. Gartenschauen hätten sich weit weg von einer ´Blümchenschau´ hin zu einem Hebel für infrastrukturelle Entwicklungen aller Art entwickelt, sagte die Staatssekretärin. Baubürgermeister Peter Thalmann erläuterte die Entwurfsplanungen, die schon sehr weit fortgeschritten sind. Mitte November hatte die Stadt bei einer Bürgerversammlung über die Gartenschau informiert, die dabei auf ein sehr positives Echo stieß. Im Februar soll im Gemeinderat die Entwurfsplanung endgültig beschlossen werden. „Wir wollen mit der Gartenschau die Vernetzung von Stadt und Landschaft und damit eine ganzheitliche Qualitätssteigerung von Leben, Wohnen, Natur und Landschaft in Eppingen erzeugen“, erklärte Oberbürgermeister Holaschke. Zwischen dem Zusammenfluss von Hilsbach und Elsenz bis hin zum Postweg wird Wasser erlebbar gemacht. Treppenstufen hin zum Bachufer, verbreiterte und renaturierte Wasserläufe und Sitzgelegenheiten ermöglichen den Aufenthalt am Gewässerrand. Wesentliche Gestaltungselemente sind auch die Freilegung des Mühlkanals am Kleinbrückentorplatz, der als Gestaltungselement Richtung Bahnhofswiesen weitergeführt wird. Dort entstehen ein Wasserspielplatz und Stadtweiher, der als Eingangsbild vom Bahnhof her für die Eppinger Gartenschau prägend sein soll. Zehn Millionen Euro netto hat die Stadt mittelfristig bis 2021 aus städtischen Haushaltsmitteln für die Daueranlagen der Gartenschau vorgesehen. 1,8 Millionen Euro davon sind im Haushaltsplan 2018 eingestellt.

Internetveröffentlichung: 07.12.2017

Donnerstag, 7. Dezember 2017 17.48 Uhr