Neue Machbarkeitsstudie zum Parkhaus Wilhelmstraße

Karlsruher Planungsbüro Obermeyer zeigt neun Flächenlayouts

Als wesentliches Ergebnis aus der Studie wurden dem Gemeinderat in der gestrigen Sitzung Flächenlayouts vorgestellt, welche die Möglichkeiten der Erschließung und des Raumbedarfs aufzeigen. Im weiteren Planungsprozess werden die vorgestellten Varianten in den Gemeinderatsfraktionen diskutiert.

Um die Überlegungen des beauftragten Planungsbüros Obermeyer nicht durch die Erfahrungen der letzten Planung einzuschränken, bestand in der ersten Stufe des Untersuchungsprozesses einzig die Forderung nach mindestens 180 Parkplätzen. In der zweiten Stufe waren die Stärken und Konfliktpotentiale der einzelnen Varianten gegenüber zu stellen. Im Weiteren wurden dann die Erfahrungen und kostensteigernden Faktoren aus der bisherigen Planung aufgearbeitet und zusammengestellt. Ferner war der Umgang mit der Süßmosterei, dem Ratskeller und dem Kesselhaus abzuwägen.

Im Lageplan ist dem Planungsteam um Architektin Nicole Oberberger gelungen, drei mögliche Baufenster auszumachen. Zum einen in der bekannten Version entlang der Wilhelmstraße. Neu sind zwei Lagevarianten auf der bislang dem Einzelhandel vorbehaltenen Fläche.

Als „Herz und Nieren“ eines Parkhauses wurden den Rampen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Präsentiert wurden fünf Rampensysteme mit allen Vor- und Nachteilen. Als nachteilig sieht das Planungsbüro gerade Rampen, Doppelspindeln und Zu- und Abfahrtsspindel. Sie alle benötigen viel Fläche und bedeuten ein ungünstiges Verhältnis von Nutzfläche zur Verkehrsfläche. Hinzu kommen schlechte Bedienbarkeit bis hin zu Gefahren für Fußgänger und Verkehr durch Überscheidungspunkte. Als Vorteilhaft sieht das Planungsbüro ein Split-Level-Parkrampensystem, mit guter Orientierbarkeit, guter Bedienbarkeit, kompakte Bauform mit geringem Platzverbrauch.

In den neun vorgestellten Varianten bieten sich Stellplatzzahlen von 135 bis 281 Einheiten, wobei lediglich 200 Stellplätze vom Land finanziell gefördert werden. Dabei variiert der Flächenbrauch je Stellfläche von 26 bis zu 20 Quadratmetern. Zugrunde gelegt wurde eine Parkplatzbreite von 2,50 Metern in gerader Aufstellung. Bei drei Varianten wäre ein einfaches Parkleitsystem, welches anzeigt, ob Parkplätze frei sind, erforderlich. In sechs Varianten sind alle Ebenen miteinander verbunden. Unterschiedlich gestaltet sich auch der Abstand zur vorhandenen Wohnbebauung mit bis zu 23 Metern.

Aus der ersten Planung sind Bohrpfahlwand, Lüftung und Abbrucharbeiten als große Kostenfaktoren hervorgegangen. Die neue Machbarkeitsstudie von Obermeyer zeigt, dass bei sechs Varianten auf eine Bohrpfahlwand verzichtet werden kann. Bei vier Varianten wäre eine mechanische Lüftung erforderlich, die je nach Variante mit Kosten von rund 38.000 bis 147.000 Euro hinterlegt sind. In fünf Varianten wäre der Rückbau der Süßmosterei erforderlich, dagegen können Kesselhaus und Ratskeller erhalten bleiben. In zwei Varianten müsste das Kesselhaus entfernt werden und in einer Variante müssten sowohl Kesselhaus als auch Ratskeller aufgegeben werden. Lediglich bei einer Variante wäre der Erhalt von allen drei Gebäuden machbar, wobei diese Ausführung aus Ingenieurssicht nicht als Parkhaus zu verstehen ist. Bei zwei Varianten ergäben sich als weitere Nachteile eine Rückverankerung im Nachbargrundstück.

Machbarkeitsstudie Obermeyer Planen & Beraten GmbH, Karlsruhe,  im Download

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Eppingen, 14. Oktober 2015
Bürgermeisteramt Eppingen
Pressestelle

Internetveröffentlichung: 14.10.2015

Mittwoch, 14. Oktober 2015 16.13 Uhr