Konstituierende Sitzung des Ortschaftsrats Richen

Giselbert Seitz heißt der neue und alte Orstvorsteher von Richen. Der Ortschaftsrat nominierte Seitz, der bereits seit 20 Jahren das Amt als Ortsvorsteher des Bauerndorfes inne hat, ebenso einstimmig wie seine beiden Stellvertreter Alfred Kistler und Udo Michel. Bei der konstituie-renden Sitzung des Gremiums am 19. September verabschiedete Oberbürgermeister Klaus Holaschke den langjährigen Ortschaftsrat Otto Bobschek und verlieh ihm für 34 Jahre kom-munalpolitische Tätigkeit im Ehrenamt das Seidenwappen der Stadt Eppingen. Für ihn rückte Sonja Niedermaier neu in das Gremium ein. Wie bei den vier vorausgegangen konstituieren-den Sitzungen auch, gab Holaschke ein klares Bekenntnis zur Ortschaftsverfassung ab: „Die Ortschaftsräte sind wichtig für unsere Stadt und hervorragendende Repräsentanten der Stadt-teile“. Nicht weniger als sieben Ortschaftsräte durfte das Stadtoberhaupt für langjährige Mit-gliedschaft im Ortschaftsrat mit der Ehrenstele und Ehrennadel des Gemeindetages bzw. der Ehrennadel des Städtetages Baden-Württemberg in Silber oder Gold ehren. Für zusammen mehr als 145 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit zeichnete er Sonngard Meny, Annette Oß-wald, Udo Gebhard, Alfred Kistler, Giselbert Seitz, Otto Bobschek und Anton Varga aus. Dazu kommen weitere 40 Jahre von Anton Varga und Giselbert Seitz Tätigkeit im Gemeinde-rat. „Sie, die Sie heute für langjähriges kommunalpolitisches Ehrenamt ausgezeichnet werden, haben sich um Richen und um unsere Gesamtstadt verdient gemacht; dafür gebührt Ihnen Anerkennung und Respekt“, fasste Holaschke zusammen. Seit 2004 Mitglied des Ortschafts-rates ist Annette Oßwald. Neben dem Ehrenamt in der Kommunalpolitik leitet sie die Kin-derturnabteilung des Turnerbundes, ist Schriftführerin beim Heimatverein und war langjährige Vorsitzende des Fördervereins der Burgbergschule. „Sie bringen sich sehr aktiv im Richener Dorfleben ein“, sagte Holaschke, der Anette Oßwald beim Empfang des Ehrenamtes der Stadt bereits mit der Vereinsmedaille in Bronze und Silber auszeichnete. Ebenfalls seit 10 Jahren im Ortschaftsrat ist Udo Gebhard, der 2004 in die Fußstapfen seines Vaters Erich Geb-hard getreten ist. Auch als Bauernobmann und Fachmann bei landwirtschaftlichen Themen ist seine Meinung im Ortschaftsrat sehr gefragt. Der frühere aktive Fußballer beim Turnerbund gehört auch der Freiwilligen Feuerwehr Richen an. Schon zwei Jahrzehnte amtiert Sonngard Meny im Richener Ortschaftsrat. Als Erzieherin ist sie Fachfrau für Themen des Kindergartens und der Grundschule. Das aktive Mitglied beim Roten Kreuz war maßgeblich bei der Jubi-läumsfeier zum 50-jährigen Bestehen 2013 des Richener Ortsvereins beteiligt und hilft bei den jährlichen Blutspendeaktionen und Sanitätsdiensten mit. Holaschke überreichte ihr als Dank und Anerkennung die Ehrenstele und Ehrennadels des Gemeindetages und die Ehrennadel in Silber des Städtetages. Auf 20 Jahre im Ortschaftsrat Richen und weitere 15 Jahre im Gemeinderat der Stadt Eppingen darf Anton Varga zurückblicken. Der Vorsitzende des Guta-cherausschusses der Verwaltungsgemeinschaft gehört darüber hinaus dem Verwaltungsaus-schuss an und ist Vertreter der Stadt im Zweckverband „Wasserversorgungsgruppe Oberes Elsenztal“. Neben der Kommunalpolitik bekleidet er zahlreiche Ehrenämter, unter anderem als jahrzehntelanger Vorsitzender des Pfarrgemeinderats und des CDU-Ortsverbandes. 2004 ver-lieh ihm die Stadt das Seidenwappen. Holaschke dankte Anton Varga mit der Ehrenstele des Gemeindetags und Ehrennadel des Städtetags. Als „Mann des Ausgleichs, der sich stets engagiert für das Wohl der Gemeinde einsetzt“, bezeichnete Holaschke Ortschaftsrat Alfred Kistler. Seit einem Viertel-Jahrhundert ist er ununterbrochen im Dorfparlament und amtieren-der erster Stellvertreter des Ortsvorstehers. Wie seine kommunalpolitische Tätigkeit ist auch seine berufliche Laufbahn beim Kraichgau Raiffeisen-Zentrum von Treue, Fleiß und Pflicht-bewusstsein bestimmt. Der frühere Kassier und aktive Fußballspieler des Turnerbundes ist bald wieder als Hobby-Schauspieler bei den legendären „Speckmärbsle“ auf der Theaterbühne zu sehen. 2011 zeichnete ihn die Stadt mit dem Seidenwappen aus. Für 25 Jahre im Ort-schaftsrat überreichte OB Holaschke dem „Richener Original“ die Ehrenstele und Ehrennadel des Gemeindetags. Eine sehr seltene Ehrung erfahren durfte Ortsvorsteher Giselbert Seitz. Der dienstälteste amtierende Stadtrat und bald auch dienstälteste Ortsvorsteher ist seit drei Jahrzehnten Mitglied des Ortschaftsrates Richen. Als Dank gab es die Ehrenstele und Ehren-nadel des Gemeindetages sowie die Ehrennadel in Gold des Städtetages. „Sie sind ein hervor-ragender Repräsentant für Richen“, lobte Oberbürgermeister Holaschke Giselbert Seitz, der bis 2014 auch dem Kreistag Heilbronn angehörte. Als Ortsvorsteher ist Giselbert Seitz stets ansprechbar und allzeit bereit für die Sorgen und Nöte der Richener Bevölkerung. Zu seinem Markenzeichen gehört die Politik durch persönliche Kontakte und Gespräche, wobei er stets um den Ausgleich bemüht ist und sich als Ortsvorsteher täglich auch oft mit mühseligen Klei-nigkeiten beschäftigt. Der aktive Sänger beim Gesangverein im Chor „Halber Ton“ erhielt 2006 das Seidenwappen der Stadt Eppingen. In einem Rückblick auf die abgelaufene Amtsperiode ließ Ortsvorsteher Seitz die wichtigsten Projekte der vergangenen fünf Jahre Revue passieren. „In meiner langen Amtszeit ist in Richen noch nie so viel Sichtbares entstanden, wie in den Jahren 2009 bis 2014“, betonte das Ortsoberhaupt. In seinem Rückblick ging er auf den neuen Park-& Ride-Platz beim Bahnhof, die Neugestaltung des Bahnübergangs, den Ausbau des Schwanenweges und Fasanenweges, die Friedhofumgestaltung mit neuen Grabarten, den Umbau des Übungsraumes der Burgberg-schule zum Krippenraum für den Kindergarten, die Erneuerung der Fenster an der Burgbergschule, die Errichtung der Birkenbachbrücke, die Anschaffung von zwei neuen Fahrzeugen für die Feuerwehrabteilung Richen und die Anschaffung von neuen Spielgeräten für den Spielplatz beim Bolzplatz ein. Personell folgte Petra Zach als Verwaltungsangestellte im Rathaus ihrer Mutter nach. Johann Koos übernahm den Ortsbauhof. Mit Hundekot-Stationen konnte ein kleiner Beitrag zur Sauberheit geleistet werden. Bei einem Besuch von Staatssekretär Ingo Rust MdL wurde nicht nur die Verkehrsproblematik erörtert. Tempo 30 in der kompletten Ortsdurchfahrt hat zur Verkehrssicherheit beigetragen, der stationären Geschwindigkeitsmessanlagen folgen sollen. Ein Meilenstein in der Ortsentwicklung war der Workshop zur Erstellung eines Ortsentwicklungsplanes. „Ich bin stolz darauf, dass es Menschen wie Sie im Ortschaftsrat Richen gibt, die sich uneigennützig engagieren“, sagte Holaschke. Der Richener Ortschaftsrat stehe für Kontinuität, was sich beim Ergebnis der Kommunalwahlen im Mai widerspiegelt.

Die Mitglieder des Ortschaftsrats Richen: Udo Michel, Anton Varga, Stefan Meny, Annette Oßwald, Sonja Niedermaier, Cevdet Urcun, Udo Gebhard, Giselbert Seitz, Alfred Kistler und Sonngard Meny.

Nominiert für die Wahl als Ortsvorsteher und Stellvertreter von Richen sind Giselbert Seitz, Alfred Kistler und Udo Michel.

Für 145 Jahre im kommunalpolitischen Ehrenamt beim Ortschafstrat Richen wurden Anton Varga, Giselbert Seitz, Annette Oßwald, Udo Gebhard, Sonngard Meny, Alfred Kistler und Otto Bobschek ausgezeichnet.

Dienstag, 23. September 2014 14.47 Uhr