Feierstunde zur Fortführung des Sandsteinpfades Mühlbach

Feierstunde zur Fortführung des Sandsteinpfades Mühlbach

Von links: Manfred Holz vom HVV Mühlbach, Oberbürgermeister Klaus Holaschke, Bürgermeister Peter Thalmann, Ortsvorsteher-Stellvertreter Theo Antritter und Bürgermeisterin Sarina Pfründer weihten die zweite Etappe des Mühlbacher Sandsteinpfades ein.

Am Samstag, 25. November wurde die zweite Etappe des Mühlbacher Sandsteinpfades offiziell ihrer Bestimmung übergeben. „Nicht nur für das Auge, auch für die Wegeverbindungen in Mühlbach ist dieser Pfadabschnitt entlang der Kleingärten ein echter Gewinn“, freute sich Oberbürgermeister Klaus Holaschke. Durch die Erweiterung wird der bisher rund 600 Meter lange Weg vom Steinhauermuseum zur Kronenstraße um etwa die gleiche Strecke von der Kronenstraße bis zur Hauptstraße verlängert. Sitzgelegenheiten, Wegbeleuchtung, die Einfassung mit Granitsteinen und Pfosten aus Mühlbacher Sandstein werten den Weg entlang der Kleingärten wesentlich auf. Zehn Kunstwerke säumen das Teilstück durch die innerörtliche Grünzone. Der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins Mühlbach, Manfred Holz, führte die rund 100 geladenen Gäste durch das neue Teilstück des Sandsteinpfads. ´Vom Fels zur Kunst´ ist der Pfad überschrieben und damit dem Sandstein verarbeitenden Gewerbe gewidmet, das Mühlbach jahrhundertelang prägte. "Es ist eine Verpflichtung unserer Zeit, die Geschichte lebendig zu halten", betonte OB Holaschke. „Nur vier Monate dauerten die Bauarbeiten“, informierte Bürgermeister Peter Thalmann und sprach die widrigen Wetterbedingungen an: "Oft standen die Mitarbeiter der Firma Hammel knöchelhoch im Schlamm“. 32 Grundstücksverträge mussten abgeschlossen werden. „Jetzt ist der gesamte Sandsteinpfad in öffentlicher Hand“, freute sich Thalmann. "Ein wirklich tolles Projekt", lobte auch Bürgermeisterin Sarina Pfründer aus Sulzfeld, die als Vorsitzende des Vereins Leader Kraichgau einen Förderbescheid über 125.000 Euro übergab. Damit trägt das europäische Förderprogramm die Hälfte der Gesamtkosten von rund 250.000 Euro. Hinzu kamen großzügige Spenden der Kulturstiftung der Volksbank Kraichgau über 25.000 Euro, der Kurt- und Elisabeth-Pfeil-Stiftung über 2.000 Euro und der Otto-Merz-Stiftung, die die Kosten für den Kuckucksbrunnen in Höhe von 8.000 Euro übernahm. Ortsvorsteher-Stellvertreter Theo Antritter dankte den Künstlern Manfred Holz, Brigitte und Michael Laetzsch, Daniel Reimold, Anette und Anton Wachauf, Hans Weilguni und Michael Frey, die die Kunstwerke aus Sandstein entlang des Weges kostenlos anfertigten. Mit Ausnahme des Kuckucksbrunnens wurden alle Exponate in ehrenamtlicher Arbeit gefertigt, die Stadt übernahm lediglich die Kosten für das Material. Lediglich eine Sitzecke mit Lampenschirm aus Sandstein fehlt noch und soll 2018 aufgestellt werden. Im Frühjahr folgen auch noch die Pflanzarbeiten.

Info: 2010 wurde das erste Teilstück des Mühlbacher Sandsteinpfades von der Ortmitte bis zur Kronenstraße eingeweiht. Der verlängerte Sandsteinpfad soll zusammen mit dem Steinhauermuseum und dem Seegelände viele Besucher in den Ort locken und wird als vorgezogener Beitrag zur Gartenschau 2021 verstanden. Auf der Wunschliste steht noch eine dritte Etappe von der Hauptstraße zum Mühlbacher See und in in Richtung Mühlbacher Sandsteinbrüche.

Internetveröffentlichung: 29.11.2017

Mittwoch, 29. November 2017 13.50 Uhr