Empfang zum Tag des Ehrenamtes in der Eppinger Stadthalle

Freiwilliges Engagement ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Seit 2006 lädt das Forum Ehrenamt im Stadt- und Landkreis Heilbronn alljährlich am 5. Dezember, dem Internationalen Tag des Ehrenamtes, zu einem Festabend ein, der im Wechsel in Heilbronn oder einer Landkreisgemeinde stattfindet. 

 

Gastgeber des Empfangs war in diesem Jahr die Stadt Eppingen; rund 160 Bürgerinnen und Bürger sowie Mitglieder des Forums Ehrenamt waren der Einladung in die Eppinger Stadthalle gefolgt. „Bei 21.000 Einwohnern und 212 eingetragenen Vereinen hat statistisch wohl jeder Eppinger ein Ehrenamt“, begrüßte Oberbürgermeister Klaus Holaschke die Gäste. „Der ausdrückliche Dank gilt heute all denjenigen, die mit ihrem uneigennützigen Einsatz den sozialen und solidarischen Charakter des Zusammenlebens prägen“, so Holaschke weiter. Mit den Richtlinien zur finanziellen Unterstützung von Vereinen und der 2008 verabschiedeten Ehrenordnung für die öffentliche Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements habe die Stadt auch Rahmenbedingungen für die Würdigung der Freiwilligendienste gesetzt. Die Festrede hielt Staatssekretärin Bärbl Mielich vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg. „Die Bereitschaft, sich zu engagieren, hat sich gewandelt“, skizzierte die Staatssekretärin das „Engagement 4.0“. Einerseits sei ein Rückgang zu beklagen und viele Vereine können beispielsweise Vorstandsämter nicht mehr besetzen.

Allerdings mangele es nicht an Menschen, die sich einbringen wollen; sie tun dies nur in anderer Form als früher. „Das individuelle Interesse an den Inhalten bestimmt Zeit und Umfang des Engagements“, sagte Mielich. Mit der „Engagement-Strategie Baden-Württemberg“ habe das Land grünes Licht für ein breites Bündel von Maßnahmen zur Förderung des Ehrenamts gegeben. Vielfältig gelobt wurde an diesem Abend auch der vielfältige Einsatz der ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiativen. „Dank des Pakts für Integration PIK lässt die Landesregierung die Kommunen auch bei den Aufgaben der Flüchtlingsunterbringung und Integration nicht im Regen stehen“, betonte die Staatssekretärin. Dekan Otto Friedrich stellte als Vorsitzender das Forum Ehrenamt im Stadt- und Landkreis Heilbronn vor: „Der Zusammenschluss von rund 80 Vereinen und Organisationen versteht sich als Netzwerk, das Ehrenamtliche zusammenbringt, Hilfe vermittelt und Fortbildungen organisiert.“ Unter dem Motto „Gutes Tun und gemeinsam gewinnen“ organisiert das Forum Ehrenamt beispielsweise regelmäßig den Marktplatz der guten Geschäfte als Austauschplattform. In einer Talkrunde, moderiert vom SWR-Journalist Jens Niesing, ging Siegfried Gruhler als Geschäftsführer auf die ehrenamtliche Mitarbeit bei der Diakonischen Jugendhilfe Region Heilbronn ein. Dekan Friedrich schlug vor, dass das Land gute Praxisbeispiele stärker hervorheben sollte.

Oberbürgermeister Holaschke forderte, bürokratische Hürden für Vereine abzubauen und beispielsweise die Steuerpauschale für ehrenamtliche Mitarbeiter zu erhöhen. Musikalisch unterhielt die Formation „Jazz burned“ des Eppinger Hartmanni-Gymnasiums unter der Leitung von Bernd Söhner die Gäste. Die Geräteturnerinnen des Turnvereins Eppingen zeigten zu flotter Musik gelungene turnerische Einlagen. Und die Hip-Hop-Gruppe „nameless“ des Turnerbundes Richen unter der Leitung von Jasmin Hirzel zeigte zwei flotte Tänze.

Hip-Hop-Gruppe „Nameless“ des Turnerbundes Richen

Die Geräteturnerinnen des Turnvereins Eppingen

„Jazz burned“ des Hartmanni-Gymnasiums Eppingen

(v. r.) Talkrunde mit Staatssekretärin Bärbl Mielich, Moderator Jens Niesing, Dekan Otto Friedrich, Oberbürgermeister Klaus Holaschke und Geschäftsführer Siegfried Gruhler von der DJHN

Donnerstag, 8. Dezember 2016 15.23 Uhr