Elternbeiträge für Kindergärten und Krippen werden in Etappen anpasst

Die Gebühren für Kindergärten und Krippen werden stufenweise ab 2018 bis zum Kindergartenjahr 2021/2022 angepasst. Die Elternbeiträge steigen zum 1. Januar in den Kindergärten um fünf und für die Krippenbetreuung um sechs Prozent. Das hat der Gemeinderat am 25. Juli mehrheitlich beschlossen. Abgelehnt hat das Gremium den Antrag der SPD-Fraktion, die Entscheidung bis nach der Bundestagswahl zu vertagen.

Die Kinderbetreuung ist einer der größten Ausgabeposten der Stadt. Allein 2017 steuert die Kommune 4,44 Millionen Euro aus dem Haushalt für die 16 Kindertagesstätten bei. 2004 lag das Defizit noch bei 1,3 Millionen, 2012 bei 1,75 Millionen Euro.

Eppingen lag bisher beim Deckungsgrad mit 14 Prozent deutlich unter den Vorgaben der Kirchen und kommunalen Landesverbände, die 20 Prozent empfehlen. Allein im Krippenbereich hätten die Beiträge auf einen Schlag um 20 Prozent erhöht werden müssen, um sich den Empfehlungen anzunähern. Dies würde allerdings zu unangemessenen finanziellen Mehrbelastungen für Familien führen.

Insbesondere im Hinblick auf die ausgelassene Erhöhung im Jahr 2016/2017 sowie dem gewachsenen Kostendruck aufgrund der Tarifänderung für die Erzieherinnen sind Gebührenerhöhungen unumgänglich. Die Stadt favorisiert die moderate Erhöhung um fünf Prozent bei den über Dreijährigen und sechs Prozent in der Krippe. Weitere Erhöhungen bis zum Kindergartenjahr 2021/20122 sind angekündigt, bis die Deckungsbeträge des Städtetages erreicht sind.

Zum 1. September 2015 wurden die Kindergartenbeitragssätze in der Gesamtstadt vereinheitlicht. Seitdem sind auch soziale Aspekte bei der Gebührenerhebung berücksichtigt. So wird beim ersten Kind eine Gebühr zu 100 Prozent fällig. Bei zwei Kindern reduziert sich die Gebühr für das zweite Kind um 25 Prozent, beim dritten Kind um 50 Prozent und ab dem vierten beziehungsweise für alle weiteren Kinder müssen nur noch 25 Prozent der festgeschriebenen Gebühr entrichtet werden. Darüber hinaus bietet der Landkreis im Rahmen der wirtschaftlichen Jugendhilfe eine Kostenübernahme abhängig von den Einkommensverhältnissen bis zum 100 Prozent an. Sofern eine Kostenübernahme durch den Landkreis nicht möglich ist, wird je nach Einkommen von der Stadt ein Gebührennachlass von 15 oder 25 Prozent gewährt.

 

Beitragsnachlass von 25 Prozent
PersonenEinkommen in Euro
2 Personen2.150
3 Personen2.525
4 Personen 2.875
5 Personen 3.250
Beitragsnachlass von 15 Prozent
PersonenEinkommen in Euro
2 Personen 2.650
3 Personen 3.025
4 Personen 3.375
5 Personen 3.750


Internetveröffentlichung: 28.07.2017

Freitag, 28. Juli 2017 12.29 Uhr