Betriebsausschuss genehmigt Bauausgaben

Für vier Baumaßnahmen hat der Betriebsausschuss der Stadtentwässerung Eppingen in seiner öffentlichen Sitzung am 20. März die Baukosten mit Gesamtkosten von fast 1,424 Millionen Euro genehmigt.

Erfreulich war die Einsparung von 145.361,67 Euro gegenüber der Kostenberechnung von 500.000 Euro für die Kanalbauarbeiten bei der Erschließung des Wohnbaugebiets „Wolfsgasse“ in Elsenz. Schon bei der Auftragsvergabe zeichnete sich eine verbesserte Kostensituation für die Stadtentwässerung ab, da aufgrund der günstigen Angebotssituation die Auftragssumme mit 405.498,52 Euro spürbar unter der Kostenkalkulation des beauftragten Ingenieurbüros lag. Am Ende wurden 354.638,33 Euro an die Firma Scheuermann ausbezahlt, sodass die Gesamtkosten um 29 Prozent unter der Kostenberechnung liegen.
In der Diskussion um diese Baumaßnahmen bemängelten die Fraktionen die Vorgaben der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), weil sie die Kostenberechnung als Grundlage für die Honorarberechnung festlegt.

Regelmäßig nimmt die Stadtentwässerung Eppingen Ausbesserungen, Reparaturen und Erneuerungen am Kanalnetz vor. In 2015 wurden hierfür 384.922,47 Euro aufgewendet, in 2016 waren es 423.740,53 Euro.
In 2015 konzentrierten sich die Arbeiten auf den Stadtteil Eppingen. Hier wurden rund 900 Meter Inliner in schadhafte Kanäle eingezogen. Durch Scherbenbildung und undichte Muffen sowie Rohrverbindungen konnte Grundwasser in den Mischwasserkanal eindringen, aber auch Abwasser aus dem Kanal austreten. Mit ca. 130 Teilleinern wurden Risse und undichte Muffen repariert. Dazu kamen etwa 165 defekte Stutzen, die saniert wurden. Um eine fachgerechte Instandsetzung zu gewährleisten, fielen Mehrmassen bei der Stutzensanierung an, sodass Mehrkosten in Höhe von 11.209,66 Euro gegenüber der Auftragssumme angefallen sind.
Bei den turnusmäßigen Sanierungsarbeiten in 2016 lag der Schwerpunkt auf den Ortsteilen Adelshofen, Richen und Rohrbach. Hier wurden in verschiedenen Straßen auf insgesamt rund 930 Metern schadhafte Kanäle mit Inlinern ausgekleidet. Dazu kamen ca. 67 Teilliner für die Reparatur von Rissen und undichten Muffen sowie die Sanierung von rund 200 Stutzen. Auch in 2016 führten erforderliche Mehrmassen zu einer Überschreitung der Auftragssumme um 12.592,44 Euro.

Konnten die Arbeiten zur Ertüchtigung des Regenüberlaufbeckens RÜB 11 im Stadtteil Mühlbach aufgrund der Personalsituation der beauftragten Firma erst rund ein halbes Jahr nach Auftragsvergabe beginnen, so war die Baustelle auch in der Folge nicht ohne Überraschungen. Beim Aushub der Baugrube lag eine bestehende Kanalhaltung näher an der Baugrube, als im Bestandsplan ersichtlich. Damit musste die Ausführung der Baumaßnahme kurzfristig verändert werden. Später, beim Freilegen der Rohrleitung, zeigte sich, dass die Drosselleitung, die es zu sprengen galt, in einem Betonrohr verlegt war, sodass die eingesetzte Berstanlage umgebaut werden musste. Dies führte sowohl zu einer zeitlichen Verzögerung, als auch zu Mehrkosten. Nach diesen Anfangsschwierigkeiten verlief die Baustelle ohne weitere Besonderheiten. Allerdings war es aufgrund der guten Auslastung der beteiligten Firmen zeitweise schwierig, die Baustelle ohne Unterbrechung am Laufen zu halten. Die Baumaßnahme schließt mit einer Summe von 260.651,34 Euro ab. Die Kostenberechnung war von 234.000 Euro ausgegangen.

 

Eppingen, 22. März 2018
Bürgermeisteramt Eppingen
Pressestelle

Internetveröffentlichung: 22.03.2018

Donnerstag, 22. März 2018 16.10 Uhr