Danke an alle Helfer

Liebe Eppingerinnen und Eppinger,

in der Nacht von vergangenem Freitag auf Samstag setzten gegen 1.00 Uhr Gewitter mit Starkregen von ungeheuren Ausmaßen bei uns ein; die Wettermeldungen berichten von 58,2 Liter Wasser je Quadratmeter. Gegen 1.30 Uhr alarmierte die Freiwillige Feuerwehr Eppingen ihre Mitglieder zum Großeinsatz, der dann fast 24 Stunden dauern sollte. Zeitweise waren bis zu 235 Feuerwehrleute aus unserer Gesamtstadt und der Nachbarwehren in Gemmingen, Ittlingen, Schwaigern, Niederhofen, Brackenheim und Bad Friedrichshall sowie des Technischen Hilfwerks aus Heilbronn bei uns im ganzen Stadtgebiet im Einsatz. Zu den Wasserfluten kamen in Eppingen Unmengen von Ackerschlamm hinzu, sodass Betroffene und Einsatzkräfte im buchstäblichen Sinn Hand anlegen mussten, um die Erdmassen zu beseitigen, da Pumpen ihren Dienst versagten.

Das Deutsche Rote Kreuz rief seine Mitglieder ebenfalls zum Einsatz auf, um bei den vom Hochwasser Betroffenen, Rettungskräften und Helfern Erste Hilfe zu leisten und die Versorgung mit Essen und Trinken sicherzustellen. Auch das Eppinger Polizeirevier war vor Ort, um zusammen mit der Feuerwehr den Straßenverkehr zu regeln. Die schnelle Bereitstellung von Containern durch die Stadt zeigte sich als dienliche Maßnahme zur Beseitigung von Gegenständen, die durch die Überschwemmung unbrauchbar geworden sind.

An dieser Stelle danke ich unseren betroffenen Mitbürgern und Mitbürgerinnen für ihr besonnenes Handeln in den Stunden der Not. Mein Dank geht auch an die vielen privaten Helfer und Helferinnen, die angetreten sind, um in nachbarschaftlicher Hilfe bei den Aufräumarbeiten mitzumachen. Zusätzlich zu den nachbarschaftlichen Hilfen rückten zahlreich Landwirte sowie Gewerbebetriebe mit ihren Maschinen an, um bei den Räumarbeiten zu helfen. Ihnen allen herzlichen Dank für Ihre selbstlose Hilfe.

Ganz besonders hervorheben möchte ich meinen Dank an die Freiwillige Feuerwehren aus der Eppinger Gesamtstadt, aus Gemmingen, Ittlingen, Brackenheim, Schwaigern, Niederhofen und Bad Friedrichshall sowie dem Technischen Hilfswerk aus Heilbronn und dem Eppinger Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes für ihren tatkräftigen und effizienten Einsatz. Ihrem unermüdlichen, ehrenamtlichen Dienst über unzählige Stunden hinweg ist es zu verdanken, dass die Schadenseindämmung und die Aufräumarbeiten zügig, zuverlässig und wirksam durchgeführt wurden.

Auch in der Kläranlage waren die Mitarbeiter ohne Unterbrechung im Dienst. Durch ihren unermüdlichen Einsatz war die Betriebssicherheit trotz der Wassermassen gewährleistet. Der städtische Bauhof war ebenfalls im Dienst, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen und den betroffenen Einwohnern tatkräftig beizustehen.

Dass die Verwüstungen, die Starkregen und Schlamm bei uns angerichtet haben, heute weitgehend behoben und auf den ersten Blick kaum zu erkennen sind, ist Ihnen allen zu verdanken, die in der Sturmnacht und am Tag danach Hand angelegt haben. Am wichtigsten ist jedoch, dass die Betroffenen von Anfang bis zum Schluss nicht alleine gelassen wurden. In vorbildlicher Weise haben unsere Rot-Kreuz-Vereine wertvolle Hilfe für Betroffene, Rettungsdienste und Helfer geleistet, ob bei der medizinischen Erstversorgung, der Bereitstellung von Speisen und Getränken oder als starke Schulter in schweren Stunden.

Während der gesamten Einsätze stand die Verwaltungsspitze in ständigem Kontakt zur Feuerwehr, um Maßnahmen zu koordinieren. Dafür hatte ich einen Krisenstab unter meiner Leitung mit Bürgermeister Peter Thalmann und Stadtoberverwaltungsrat Günter Brenner und von Seiten der Feuerwehr Thomas Blösch als Einsatzleiter der Gesamtwehr und Frank Pitz als Einsatzleiter des Eppinger Kommandos einberufen.

Zusammen mit Bürgermeister Peter Thalmann und Gerold Werner, dem Geschäftsführer des Hochwasserzweckverbands Elsenz Schwarzbach, habe ich am Samstag die Hochwasserrückhalteanlagen aufgesucht. Sie haben alle ihre Funktion vollständig erfüllt und ohne den Einstau der Hochwasserbecken in Adelshofen wäre ein weitaus größeres Schadenereignis entstanden.

Am Sonntag hat die Stadt über den Internetauftritt erste wichtige Informationen für die betroffenen Bürger und Bürgerinnen zusammengestellt und die Presse über das Geschehen und die Einrichtung einer Hochwasser-Service-Rufnummer informiert. Die beiden Service-Rufnummern standen dann am Montag, ganztägig von 8.00 bis 18.00 Uhr, für Hochwassergeschädigte zur Verfügung, damit sie schnelle und unbürokratische Hilfe in der Notsituation erfahren.

Ihnen allen herzlichen Dank für Ihre Hilfe, die Sie überwiegend ehrenamtlich leisten. Dankbar und erleichtert bin ich auch darüber, dass bei diesem Wetterunglück niemand schwer verletzt wurde oder gar zu Tode kam.

Am Montagabend habe ich die Feuerwehrkräfte sowie die Helfer und Helferinnen zu einem Vesper ins Feuerwehrgerätehaus Kleingartach eingeladen und ihnen für ihren hervorragenden und selbstlosen Einsatz gedankt.

Unseren Einwohnern und Einwohnerinnen, die von Hochwasser und Schlammmassen betroffen sind, wünsche ich eine rasche und unkomplizierte Abwicklung ihrer Sachschäden Sie haben sehr mühsame und arbeitsreiche Stunden hinter sich und ich wünsche Ihnen noch viel Kraft und Geduld für die Aufräumarbeiten, die noch anstehen. Hinzu kommen Verluste, die zum Teil persönlichen Wert haben und daher gar nicht ersetzt werden können. Dennoch haben wir gemeinsam diese Notsituation überwunden, durch starkes Engagement, tatkräftige Hilfe und ein nachbarschaftliches Füreinander und darauf dürfen Sie auch in Zukunft zählen.

Ihr

Klaus Holaschke
Oberbürgermeister
Eppingen, 28. Juni 2016

Unwetterhilfe für Bürgerinnen und Bürger sowie Gemeinden im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum - Antragstellung bis 19. August

Das Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg bietet den Gemeinden, bei denen durch Starkregen und Überschwemmungen Schäden verursacht wurden, eine rasche Unterstützung aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum ELR an. Antrage können ab sofort bis zum 19. August gestellt werden. Antragsformulare und Informationen erhalten Sie im Rathaus Eppingen. Das Programm hat eine Bagatellgrenze. Zuwendungen unter 5.000 Euro werden nicht bewilligt. Aufräumarbeiten, Personal- und Maschinenkosten sind ebenfalls nicht förderfähig. In den Stadtteilen, in denen ein aktuelles Sanierungsgebiet des Landes aufgelegt ist, ist keine Förderung im Schwerpunkt „Wohnen“ möglich. Da im Stadtteil Eppingen und Richen ein aktuelles Sanierungsgebiet aufgelegt ist, ist für alle Privateigentümer eine Förderung „Wohnen“ ausgeschlossen.

 

Neue Sonderlinie Unwetterhilfe für Bürgerinnen und Bürger sowie Gemeinden im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)


Das Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz hat am 11.07.2016 mitgeteilt angesichts der Schäden, die in den letzten Wochen in Baden-Württemberg durch Starkregen und Überschwemmungen verursacht wurden, den Gemeinden eine rasche Unterstützung aus dem ELR anzubieten.

Grundlage für eine Förderung ist die Verwaltungsvorschrift ELR vom 09.07.2014, ergänzt am 19.04.2016 (GABL vom 25.05.2016). Gewährt werden Zuwendungen zur Milderung von Schäden in Folge der Unwetterereignisse ab dem 28. Mai 2016 im Rahmen einer zweiten Programmentscheidung im Jahresprogramm 2016. Die Finanzierung erfolgt aus Rückflussmitteln.

Eine Förderung aus der Sonderlinie „Unwetterhilfe“ können nur die Gemeinden in Anspruch nehmen, die über die Landratsämter dem Innenministerium als von Starkregen und Unwettern betroffene Gemeinden gemeldet wurden. Hierzu gehört auch Eppingen.

Die Antragstellung für Projekte, die über die Sonderlinie „Unwetterhilfe“ gefördert werden, ist ab sofort bis zum 19. August 2016 möglich.


Das Förderprogramm:

In den vier Förderschwerpunkten

  • „Wohnen“ (umfassende Wohnungsmodernisierung / keine Einrichtung)
  • „Arbeiten“
  • „Grundversorgung“
  • „Gemeinschaftseinrichtungen“


können private, gewerbliche und kommunale Investitionen mit Zuschüssen gefördert werden.

Für die Gesamtstadt Eppingen greifen die Schwerpunkte

  • „Wohnen“ für Privateigentümer zur Wohnungsmodernisierung
  • „Arbeiten“ für Gewerbebetriebe



Allgemeine Informationen zum ELR sind abrufbar unter: www.mlr-bw.de/ELR


Um eine rasche, unbürokratische Antragstellung und wirkungsvolle Hilfe zu ermöglichen, wird für die Sonderlinie „Unwetterhilfe“ durch das Ministerium folgendes festgelegt:

• Zuwendungsempfangende müssen ihre Versicherungsleistungen erst bei der Abrechnung der Maßnahme vorlegen.
Diese werden als Eigenmittel in der Finanzierung eingestuft und haben somit keine Auswirkungen auf die zuwendungsfähigen Ausgaben.
Liegt bei Schlussabrechnung ggf. eine Überfinanzierung vor, wird der Zuschuss gekürzt.
•  Wiederherstellungsmaßnahmen stellen automatisch eine Modernisierung des bisherigen
Zustandes dar.
• Als ökologische Komponente ist die Angabe „Wiederherstellung nach Unwetterschäden“
    ausreichend.
• Der vorzeitige Maßnahmenbeginn, ab Eintritt des Schadenereignisses, ist unschädlich für die
Gewährung einer Zuwendung.
• Ersatzbeschaffungen im Rahmen der Soforthilfe des Landes können nicht Bestandteil der
Förderfähigen Kosten sein.


Wer ist förderberechtigt:

In den Stadtteilen, in denen ein aktuelles Sanierungsgebiet des Landes aufgelegt ist, ist keine Förderung im Schwerpunkt „Wohnen“ möglich.

Da im Stadtteil Eppingen und Richen ein aktuelles Sanierungsgebiet aufgelegt ist, ist für alle Privateigentümer eine Förderung „Wohnen“ ausgeschlossen.


Zusammenfassung der Förderberechtigten:

Stadtteil Antrag auf Förderschwerpunkt
Wohnen möglich:
(30 % Fördersatz der Gesamtkosten)

Antrag auf Förderschwerpunkt
Arbeiten möglich:
(10 % Fördersatz der Gesamtkosten)

AdelshofenJaJa
ElsenzJaJa
EppingenNeinJa
KleingartachJaJa
MühlbachJaJa
RichenNeinJa
RohrbachJaJa




Hinweise:

  • Für die Unwetterhilfe hat das Land keinen neuen Fördertopf geschaffen, sondern diese aus Rückflussmitteln finanziert. Daher besteht nur ein begrenzter Mittelrahmen.
  • Das Programm hat eine Bagatellgrenze. Zuwendungen unter 5.000,-- Euro werden nicht bewilligt.
  • Aufräumarbeiten, Personal- und Maschinenkosten sind nicht förderfähig.



Die Bewilligungsstelle:

Regierungspräsidium Stuttgart
Referat 32
Ruppmannstraße 21
70565 Stuttgart

Ansprechpartner:
Frau Barbara Nießen
Telefon: 0711/904-13211
barbara.niessen@rps.bwl.de


Antragsformulare und Informationen erhalten Sie:

    Stadt Eppingen
    Geschäftsbereich Bürgerservice und Ordnung
    Marktplatz 3
    75031 Eppingen

    Ansprechpartner:
    Herr Brenner / Frau Gebhard / Frau Rupp
    Telefon: 07262/920-0

    www.eppingen.de

Versicherungsschutz

Service-Hotlines der Versicherer:

http://www.gdv.de/2016/05/aktuelle-telefon-hotlines-bei-unwetter-schaeden/

Wohngebäudeversicherung mit Elementarversicherungsschutz übernimmt die Kosten für

  • die Reparaturen im und am Haus sowie den Nebengebäuden, zum Beispiel Garage oder Schuppen,
  • die Trocknung und Sanierung des Gebäudes,
  • den eventuellen Abriss des Gebäudes,
  • Konstruktion und Bau eines gleichwertigen Hauses.

Auch die Kosten für eine alternative Unterkunft beziehungsweise Mietausfälle, sollte das Haus vorübergehend unbewohnbar sein, können versichert werden.

Die Hausratversicherung mit Elementarversicherungschutz sichert Ihren kompletten Hausrat ab

  • übernimmt die Reparaturkosten für das gesamte beschädigte Inventar
  • erstattet Ihnen den Wiederbeschaffungspreis, wenn Ihr Hab und Gut komplett zerstört ist.

Versicherungsschutz für das Fahrzeug

Wird Ihr Fahrzeug durch eine Überschwemmung beschädigt oder zerstört, übernimmt die Teilkaskoversicherung den Schaden. Für sie als Versicherungsnehmer fällt nur die Selbstbeteiligung in der vereinbarten Höhe an. Sie werden nicht zurückgestuft.

Handelt es sich um einen Totalschaden, zahlt die Versicherung den Wiederbeschaffungswert oder sogar den Neupreis aus. Der Restwert des Fahrzeugwracks wird von der Erstattungssumme abgezogen. Die zusätzliche Schutzbriefversicherung übernimmt die Bergungs- und Abschleppkosten.

Bei einer Beschädigung werden die Reparaturkosten ersetzt, auch Schäden am Lack, die beispielsweise durch herumschwimmende Gegenstände verursacht wurden. Versichert sind auch fest im oder am Fahrzeug angebaute Fahrzeugteile, wie etwa ein Dachkoffer, außerdem das Zubehör, das ausschließlich dem Gebrauch des Fahrzeugs dient, zum Beispiel der Kindersitz. Was genau, bis zu welchem Wert versichert ist, steht in Ihrem Versicherungsvertrag.

Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Berlin

Internetveröffentlichung: 26.06.2016

Was tun nach der Überschwemmung?

Lassen Sie betroffene elektrische Geräte und Anlagen von einem Fachmann prüfen, bevor Sie diese wieder in Betrieb nehmen.

Sollten Schadstoffe, zum Beispiel Öl, Farben, ausgelaufen sein, verständigen Sie die Feuerwehr und vermeiden Sie es, zu rauchen.

Verständigen Sie Ihren Versicherer und teilen Sie ihm die Verluste und Schäden mit.

Dokumentieren Sie die Schäden mit einem Fotoapparat und marken Sie den erreichten Wasserstand.

Entsorgen Sie zerstörte Gegenstände erst nach Rücksprache mit Ihrem Versicherer.

Grenzen Sie den Schaden in Abstimmung mit Ihrem Versicherer ein.

Lassen Sie Repaturen in Absimmung mit Ihren Versicherer von Fachfirmen durchführen.

Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Berlin