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Freitag, 24.05.2013

Die Stadtteile

Adelshofen

Adelshofen wurde erstmals unter dem Ortsnamen "Otolshoven" im Jahre 1287 erwähnt. Funde deuten jedoch auf eine weit frühere Besiedlung hin. Die Ortschaft gehörte von 1287 - 1806 zum gräflich Neipperg´schen Gebiet, wovon der in Sandstein gehauene Ritter Ludwig von und zu Neipperg vor der Kirche aus dem Jahre 1570 noch heute zeugt. 1806 fiel die Ortschaft an das Großherzog­tum Baden, 1924 wurde die bis dahin selbständige Gemarkung Dammhof mit der Gemeinde Adelshofen vereinigt. 1971 wurde Adelshofen von der Stadt Eppingen eingemeindet und hat heute 1.484 Einwohner.

 

Elsenz

Das Dorf Elsenz dürfte schon im 7. oder 8. Jahrhundert entstanden sein, denn es hat wie alle alten Siedlungen eine große Gemarkung, die 1.152 Hektar fruchtbares, steinloses Ackerland, 177 Hektar Wald und über 50 Hektar Re­bland umfasst. 1137 wird das Dorf, das am Ursprung des Flüsschens Elsenz liegt, erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1365 kam es durch Kauf an den Pfalzgrafen in Heidelberg und verblieb bei der Kurpfalz bis 1803. Elsenz gehörte bis 1924 zum Amtsbezirk Eppingen, danach zum Bezirksamt Bruchsal und von 1936 bis zur Eingemeindung 1971 nach Eppingen zum Kreis Sinsheim. Die Heimatstube in Elsenz gibt vor allem im Bereich des Tabakanbaus einen guten historischen Überblick. Elsenz hat heute 1.912 Einwohner.

 

Kleingartach

Kleingartach, unterhalb der Höhengaststätte Leinburg gelegen, war im Jahre 788 im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch erwähnt. 1209 erhielt der Ort das Recht auf seinen Jahrmarkt. Kleingartach wurde im Jahre 1332 das Stadtrecht verliehen und im gleichen Jahr badische Stadt. 1380 erfolgte die Pfändung an Württemberg. Bis 1938 gehörte Kleingartach zum Oberamt Brackenheim. Der Weinort Kleingartach mit seinen 90 Hektar Rebland wird 1971 nach Eppingen eingemeindet und hat somit kein Stadtrecht mehr.

In Kleingartach befindet sich auch die 1960 durch Ortspfarrer Häcker gegründete Kinderheimat Kleingartach - heute Kleingartacher e. V. Sie ist die größte Jugendhilfeeinrichtung im Westlichen Landkreis Heilbronn.

Der Ort beherbergte einst die Vorfahren des schwäbischen Dichters Ludwig Uhland in seinen Mauern. 1981 wurde der Stadtteil in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommen. Viele städtische und private Baumaßnahmen haben die Wohnqualität in diesem Bereich gesteigert. Mit der Renovierung des Dorfbackhauses und der Neuanlage des Ludwig-Uhland-Platzes bei der ehemaligen Herrschaftskelter derer von Gemmingen fand die Dorfentwicklung im Jahre 2000 ihren Abschluss.
Kleingartach mit seinen Neubaugebieten, umgeben von Rebhängen, hat sich von einem ehemals landwirtschaftlich geprägten Städtchen zu einer beliebten Wohngemeinde mit 1.814 Einwohnern entwickelt.

 

Mühlbach

Mühlbach wurde im Jahre 1290 erstmals urkundlich erwähnt, als Heinrich von Brettach dem Wilhelmitenkloster Mariental bei Hagenau eine Kapelle stiftete, woraus ein Kloster dieses Ordens entstand. Im 14. Jahrhundert kaufte Eppingen die beiden Weiher an und um 1546 erwarb Eppingen ebenfalls das Kloster und seine Güter. Zu Beginn des 19.Jahrhunderts wurde Mühlbach eine selbstständige Gemeinde und erhielt 1846 auch ausreichend Waldungen. In den folgenden Jahrzehnten bestimmte das Steinhauergewerbe in den heimischen Keupersandsteinbrüchen die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Viele Gebäude in der Ortsmitte, darunter auch das 1903 als Rat- und Schulhaus erbaute Rathaus, sind Zeugen einer hohen Sandstein-Baukunst. Seit 1998 befindet sich im Rathaus-Untergeschoss das Steinhauermuseum. Es erzählt die Geschichte von den Anfängen des Sandsteinabbaus über die Blütezeit bis zum Niedergang. Vom 1. Mai bis zum 31. Oktober ist es immer sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Ebenso die parallel dazu seit einigen Jahren stattfindende Sonderaustellung namhafter Künstler. Sonderführungen im Museum und der Ausstellung sowie Besichtigungen des Steinbruchs und der dort tätigen Steinmetzbetriebe sind jederzeit möglich nach Voranmeldung bei der Verwaltungsstelle (Tel. 07262/4335).

Mühlbach wurde 1972 als größter Stadtteil Eppingen eingemeindet und hat heute 2.087 Einwohner. Aufgrund seiner schönen Waldrandlage und seinen vielseitigen Freizeitangeboten, wie z.B. das Hallenbad, der Badesee und viele Wandermöglichkeiten, hat sich Mühlbach mit seinen schönen Neubaugebieten immer mehr zu einer bevorzugten Wohngemeinde entwickelt. Durch die Stadtbahnhaltestelle in Eppingen und Sulzfeld bieten sich hervorragende Ausflugs- und Wandermöglichkeiten für Gruppen und Familien mit Kindern über die Ravensburg bei Sulzfeld oder den ehemaligen Wallfahrtsort Ottilienberg mit guten Einkehrmöglichkeiten in den Mühlbacher Gaststätten. Ein vielfältiges Kultur- und Vereinsleben zeichnet den Ort aus. Höhepunkt ist das jährlich stattfindende "Kuckucksholen" am Dienstag nach Pfingsten, dem zweiten Kirchweihtag, das auf einen Frühlingsbrauch aus altgermanischer Zeit zurückgeht. Alle zwei Jahre im Wechsel findet im Sommer ein Brunnenfest der örtlichen Vereine in der Ortsmitte und im Spätherbst in der Bürgerhalle statt. Der 2005 fertiggestellte neue Rathausplatz eignet sich hervorragend für Feste, kulturelle Ausstellungen oder Konzerte im Freien.

 

Richen

Richen wurde erstmals im Jahre 769 in der Lorscher Chronik urkundlich erwähnt. Der Ort steht unter unverkennbarem Einfluss der Landwirtschaft, bedingt durch den anstehenden Muschelkalk, der durch Verwitterung einen guten Ackerboden ergibt. Der Ort hat sein altes Aussehen fast vollständig ver­loren, da er durch die vielen Kriege und Zerstörungen sehr gelitten hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand durch die Zuweisung von Heimatvertriebe­nen eine große Nachfrage nach Wohnraum und führte zur Expansion der Baugebie­te. 1971 wurde Richen von Eppingen eingemeindet und hat heute 1.611 Einwohner.

 

Rohrbach

Obwohl Rohrbach erst im Jahre 1170 in der Sinsheimer Klosterchronik erstmals erwähnt wird, verweisen archäologische Funde schon auf eine frühkeltische Besiedlung hin. Im 14. Jahrhundert kam Rohrbach zu dem Benediktinerkloster Odenheim, wo es unter der Herrschaft des Krummstabes bis zur Säkula­risation im Jahre 1803 verblieb und dann an das damalige Großherzogtum Baden fiel. Kennzeichnend für Rohrbach ist das ehemalige Wasserschloss, die Feld- und Wegkreuze und die Kapellen. 1971 kam Rohrbach zu Eppingen und hat heute 1.796 Einwohner.

 

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