Forsteinrichtung 2012 bis 2021
Zielfestsetzungen des Waldbesitzers
Die Stadt Eppingen ist mit 2.319 Hektar Waldfläche der zweitgrößte Waldbesitzer im Regierungsbezirk Stuttgart. Im Landesdurchschnitt weist die Fachwerkstadt mit einem Anteil von 23 Prozent allerdings nur eine unterdurchschnittliche Waldflächenausstattung auf. 2011 steht der Stadtwald Eppingen zur Erneuerung der Forsteinrichtung an. Sie dient der mittelfristigen naturalen Steuerung und Kontrolle des Forstbetriebs und besteht aus Waldinventur, Überprüfung des Vollzugs und der Waldentwicklung der vergangenen zehn Jahre und der Forstbetriebsplanung für die kommenden zehn Jahre. Der Gemeinderat steckte die Ziele der nächsten Forsteinrichtung fest. Oberforstrat Martin Rüter, Leiter der Außenstelle Eppingen des Kreisforstamtes Heilbronn, erläuterte den Zielkatalog, der sich aus den sechs Helsinki-Kriterien als Ergebnis der Umweltkonferenz von Rio im Jahr 1992 ergibt. Sie gelten international als Basis einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Besondere Bedeutung hat die Beschäftigung und Fortbildung eigener Waldarbeiter. Auch hält sich die Stadt die Perspektive offen, Ausbildungsplätze für Forstwirte anzubieten. Besonders wichtig erachtet wird, dass die Waldfläche erhalten bleibt und einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Auch sollen keine zusätzlichen Rückegassen für Holztransporte den Boden durchpflügen. „Wir gehen davon aus, dass der Eppinger Stadtwald auch in Zukunft stattliche Gewinne abwirft“, legte Rüter auch auf die wirtschaftliche Bedeutung des Forstes Wert. Mit 151.000 Erntefestmetern im vergangenen Jahrzehnt gelang fast eine Punktlandung. Angesichts der Energiewende kommt dem Stadtwald als Brennholzlieferant für die Bürger weiterhin eine große Bedeutung zu. (08.04.2011)


Neugestaltung der Bahnhofstraße mit Ludwigsplatz


