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Donnerstag, 17.05.2012

Mundarttheater am Samstag - 24.03.07

3 kurzweilige Stücke – erstklassige Schauspieler – das Publikum krümmt sich vor Lachen

 

Bis auf den letzten Platz besetzt war die Eppinger Stadthalle beim Theaterabend im Rahmen des Mundartwochenendes der Heimattage Baden-Württemberg.

Theatergruppen aus Mühlbach, Richen und Rohrbach zeigten was Laienschauspieler auf die Bühne stellen können und boten dem Publikum ein kurzweiliges Drei-Stunden-Programm.

 

Um das in Aussicht gestellte 20-Millionen-Erbe ging es im Stück der Gruppe des VfL Mühlbach. Die vermeintliche Erbtante und der Erbonkel (Manuel Müller und Sven Seltsam) haben Erna und Egon Bräunling (Viola Schilling u. Ralf Förster)  ihren Besuch angekündigt und sich dabei auch gleich nach dem Verbleib des vor 20 Jahren überreichten Hochzeitsgeschenkes erkundigt. Längst ist diese Statue, ein bronzener Jüngling, auf dem Sperrmüll gelandet. Woher kurzfristig Ersatz nehmen? Welch ein Glück, dass Tochter Katja (Ilona Müller) gerade mit einem mittellosen Schauspieler (Tim Heckmann) liiert ist. Dieser muss eben kurzfristig in die Rolle der Statue schlüpfen. Geplagt von allerlei Ungeziefer steigt seine Gage von Minute zu Minute. Doch wie so oft im Leben zerplatzt der Traum vom Erbe. Tante Mathilde hat ihre Millionen bei dubiosen Grundstücksgeschäften verloren. Mittlerweile mussten die armen Verwandten ihr Zelt in der Eppinger Bahnhofswiese aufschlagen und gerade dort steht jetzt eine Pflanzaktion bevor. Ziel des Besuches ist nicht die Verwandtschaft als Erben einzusetzen, sondern nur die Hoffnung auf eine anständige warme Suppe, wenn auch nur aus der Tüte.

Theatergruppe Mühlbach

 

 

Wie im alltäglichen Leben geht es im Stück der Rohrbacher Gruppe zu: Ab in den Süden soll es bei Familie Hansen gehen. Doch ach du Schreck, man hat verschlafen. Die Schuld liegt natürlich bei Mutter Inge (Susanne Herrmann). Wieso ist sie bloß nicht rechtzeitig aufgewacht. Noch nicht ein Koffer ist gepackt. Wer darf jetzt zuerst ins Bad und vor allem wie lange? Vater Heinz (Frank Fersch) muss sich beim Rasieren ständig anderen Dingen widmen. Die weiße Jeans von Tochter Sabrina (Daniela Gropp) hat die Mutter natürlich auch noch nicht gewaschen und plötzlich stehen sogar noch Näharbeiten an um den Familienfrieden zu erhalten. Als sich Tochter Karoline (Katrin Reißfelder) dann auch noch versehentlich im Badezimmer einschließt sehen alle das Flugzeug ohne die Hansens in Richtung Mallorca abheben. Mit vereinten Kräften schafft man es doch noch die Badezimmertür zu öffnen, die Koffer ins Auto zu schaffen u. die Wohnung nachbarschaftstauglich zu machen. Jetzt fehlen nur noch die Flugtickets. Wer sonst als Mutter Hansen kann diese „verpackt“ und dann auch noch den falschen Abflugtermin im Kopf haben?

Aber wenigsten stehen die Koffer jetzt bereit.

Theatergruppe-Rohrbach

 

 

Drunda un driewa geht es im Stück der Richemer Speckmärbsle. Mutter Helga Götz (Petra Kuchler) darf endlich in der Schwarzwaldklinik ihr Rückenleiden kurieren. Mit den wichtigen Informationen über Waschmaschinenprogramme, Müllabfuhrtermin und Ausgehzeiten der Tochter versehen, bleibt Ehemann Hermann (Alfred Kistler) , mit Tochter Regine (Yvonne Lins) und Opa (Michael Leyrer) zurück. In kurzer Zeit entwickelt sich die Wohnung zur Ferienpension mit Waschsalon. Jeder hat sich seinen Feriengast samt Schmutzwäsche eingeladen. Hermann seine Sekretärin Lolita (Simone Neubrand) , Tochter Regine den neuen Freund für die platonische Liebe (Peter Kistler). Der Opa gleich zwei, nämlich Skatpartner Eugen (Marco Gebhard) und Schwägerin Lina (Greti Kreiter). Drunda un driewa geht es im Haushalt unter Führung von Tante Lina.

Und mitten in den Strip-Binockel der Alten hinein, platzt die vorzeitig aus der Kur „entlassene“ Helga Götz. Die hatte sich beim Anblick des Kurzarztes Dr. Udo Brinkmann „ganz vergessen“.

 

Theatergruppe-Richen

 

Für die musikalische Unterhaltung in den Umbaupausen sorgten Mitglieder der Stadtkapelle Eppingen. Auch sie hatten sich am Abendprogramm orientiert und passende „Uniformen“ angezogen.

 

Den Dankesworten von Oberbürgermeister Klaus Holaschke und Moderator Giselbert Seitz an alle Beteiligten für einen wirklich gelungenen Beitrag zum Heimattage-Programm schloss sich das Publikum mit stürmischem Applaus an.

 

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