Eppingen im Bauernkrieg
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Unter Führung des Pfarrers Anton Eisenhut lagerte im Mai 1525 ein Heer aufständischer Bauern vor Eppingen, und zwar auf den Wiesen zwischen der Elsenz und dem Kleinbrückentor. Zwei Tage lang verhandelte Eisenhut mit dem Rat der Stadt über deren Beitritt zum Bund der Bauern. Zum Anschluss an das Bauernheer konnten sich die Verantwortlichen der Stadt zwar nicht entscheiden, sie unterstützten die Bauern aber finanziell und stellten Geschütze, Pulver und Verpflegung zur Verfügung. Bereits wenige Wochen später wurden Eisenhut und drei weiteren Rädelsführer verhaftet und auf Befehl des Kurfürsten Ludwig V. hingerichtet. Eisenhut hatte den Versprechen des Kurfürsten, den Forderungen der Bauern entgegen zu kommen und sie nicht zu bestrafen vertraut und sein Heer aufgelöst.
Die damaligen Begebenheiten hat der Heimattage-Arbeitskreis „Brauchtum“ aufgegriffen und zu Thema für ein „historisches Wochenende“ inmitten der Eppinger Altstadt gemacht.
Am Samstag, 14. u. Sonntag, 15. Juli wird die damalige Zeit an verschiedenen Plätzen der historischen Eppinger Altstadt wieder lebendig werden. Auf dem Programm: Verschiedene Vorführungen im Landsknechts- und Bauernlager, musikalische Darbietungen der Musikgruppen Loeffelstielzchen und Patapan. Der Szigetvarplatz wird zum historischen Schlachtfeld werden. Gezeigt wird neben verschiedenen Waffenübungen aber auch das Leben und Arbeiten der damaligen Zeit. Handwerkerdarbietungen und allerlei Spiele werden geboten.
Freuen dürfen sich die Besucher auch auf das Feuerspektakel von Krämer & Halunken sowie der italienischen Gruppe Compagnia Borgo del Diavolo.
Weitere Mitwirkende sind die Historische Gruppe „5 Schneeballen“ aus Flehingen, die Landsknechte aus Bretten, die Bauern aus Alt-Brettheim, die Burgwehr Sulzfeld und viele andere.
Zur Einstimmung auf zwei Tage Bauernkrieg findet am Freitag, 13. Juli um 20.00 Uhr in der Katholischen Stadtkirche ein Renaissance-Konzert statt. Coro Cantastico und der Instrumentalkreis „Mucchio variopinto“ singen und spielen Musik des 15. und 16. Jahrhunderts, und dies sowohl in historischen Gewändern als auch mit Instrumenten der damaligen Zeit.
Weitere Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer



